Leverkusens Trainer Heiko Herrlich
Leverkusens Trainer Heiko Herrlich
Leverkusens Trainer Heiko Herrlich
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14.11.2017

Fußball-Trainer Herrlich über Trend in der Bundesliga Immer mehr Gläubige

Er ist Trainer von Bayer Leverkusen und hat damit die neuesten Trends genau im Blick. Heiko Herrlich erkennt, dass viele Spieler gläubiger geworden sind und verbindet damit eine Hoffnung.

Heiko Herrlich, 45, Trainer von Bayer Leverkusen, beobachtet eine verstärkte Suche nach Gott im Fußball. "Die Gläubigen in der Bundesliga werden immer mehr. Ich begrüße das", sagte er der "Bild"-Zeitung (Dienstag). Auch in seinem Verein gebe es einige religiöse Spieler.

Der Ex-Nationalspieler hatte sich bereits in einem Trailer zur aktuellen Version des Fußball-Films "Und vorne hilft der liebe Gott" mit einer Erklärung für diese Entwicklung geäußert: "Weil es eine Übersättigung und Reizüberflutung gibt, haben viele Spieler das Gespür dafür, dass es etwas anderes geben muss, das einen viel reicher macht als das beste Handy, das größte Auto und das dickste Bankkonto." Er hoffe, dass dieser Trend "auch ein bisschen auf die Gesellschaft überschwappt", sagte Herrlich.

Glaube bei Herrlich

Als Spieler hatte Herrlich bereits Halt im Glauben gefunden, nachdem er im Jahr 2000 die Diagnose Hirntumor bekam. "Lieber Gott, Du hast mir bisher so viel Gutes geschenkt, Du begleitest mich sicher jetzt auch in dieser Krise!", sei seine Reaktion gewesen. Und genauso sei es gekommen, berichtete der 45-Jährige kürzlich.

Heute nutzt er als Trainer nach eigener Aussage Bibelzitate, um Streitigkeiten in der Mannschaft zu lösen. In einem Interview sagte er, dass er "schon mal einen Bibelvers vorgelesen habe, wenn ich gemerkt habe, dass ich nicht weiterkomme oder eine bestimmte Sache nicht lösen konnte". So habe er bei seinem Ex-Verein Jahn Regensburg einen Spieler nicht hinausgeworfen, als dieser einen Co-Trainer beschimpft hatte, sondern vor dem Team die Stelle aus dem Johannes-Evangelium vorgelesen, in der Jesus sagte: "Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie." Ihm sei es nicht um Sünde gegangen, "aber um Fehler, die wir alle mal machen".

"Bei mir hat keiner einen Vorteil, der Christ ist."

Der 45-Jährige erklärte weiter: "Ich bin nicht im missionarischen Auftrag unterwegs. Für mich sind alle Spieler gleich. Bei mir hat keiner einen Vorteil, der Christ ist." Es gehe ihm darum, ein Team zu formen.

(KNA)

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