Türkische Offensive gegen Kurdenmilizen in Nordsyrien - aufsteigenden Rauch über der syrischen Provinz Sanliurfa
Türkische Offensive gegen Kurdenmilizen in Nordsyrien - aufsteigenden Rauch über der syrischen Provinz Sanliurfa

11.10.2019

Hilfswerke warnen mit Blick auf Syrien vor neuer Fluchtwelle Hunderttausende Zivilisten in Gefahr

Nach Beginn der Militäroperation der Türkischen Armee im Nordosten Syriens warnen Hilfsorganisationen vor gravierenden Folgen für die Zivilbevölkerung. Zehntausende versuchten, sich in Sicherheit zu bringen.

"Eine militärische Eskalation hätte dramatische Konsequenzen für die Möglichkeiten der humanitären Akteure, Tausenden gefährdeten Kindern Hilfe und Schutz zukommen zu lassen", erklärte am gestrigen Donnerstag die geschäftsführende Direktorin des UN-Kinderhilfswerk Unicef, Henrietta Fore, in New York.

Ziel ist die kurdische YPG-Miliz

Nach dem Abzug der US-amerikanischen Truppen aus Nordsyrien hatte das türkische Militär am Mittwoch eine Offensive gegen die syrische Kurdenmiliz YPG gestartet. Ziel sei die Einrichtung einer Sicherheitszone in der Region, um syrischen Flüchtlingen die Rückkehr zu ermöglichen. Nach Angaben von Helfern wurden bei den türkischen Angriffen bisher 15 Menschen getötet.

Unicef rief alle beteiligten Kräfte auf, größtmögliche Zurückhaltung bei Gewaltanwendung zu üben sowie Kinder und zivile Infrastruktur zu schützen. Das gelte besonders für Sprengsätze in bevölkerten Gebieten. Eine Lösung für den Konflikt sei einzig auf politischem Weg zu erreichen.

Aufruf zum Schutz der Bevölkerung

Ärzte ohne Grenzen wies in einer Stellungnahme darauf hin, dass die militärische Intervention die Sicherheit und das Wohlergehen der syrischen Bevölkerung gefährde. Die Hilfsorganisation ruft dazu auf, den Schutz der Zivilbevölkerung, von Krankenhäusern, Krankenwagen und des medizinischen Personals sowie der humanitären Helfer zu gewährleisten.

Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR warnte vor neuem Leid und weiteren Vertreibungen. "Hunderttausende Zivilisten in Nordsyrien sind jetzt in Gefahr", erklärte der Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi, in Genf. Zehntausende Menschen versuchten, den Kämpfen zu entkommen.

Caritas international kritisiert Sicherheitszone

Caritas international sieht insbesondere Pläne des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zur Einrichtung einer Sicherheitszone zur Ansiedlung von Flüchtlingen kritisch. Das Hilfswerk erklärte, dass es sich nicht um die Heimatregion der Flüchtlinge handele und durch die Vertreibung der Kurden ein nächster Konflikt geschürt werde.

Das Bündnis Entwicklung Hilft warnte vor einer Zuspitzung der humanitären Lage durch die türkische Bodenoffensive in Nordsyrien.

Menschen auf der Flucht

Die Lage sei chaotisch, und die Menschen flöhen vor allem aus den Grenzstädten, berichtete Anita Starosta von medico international in einer Pressemitteilung. "Die Angriffe kommen völlig willkürlich und versetzen die Einwohner in Angst und Panik." Das Bündnis appellierte an den UN-Sicherheitsrat, alles zu tun, um den Krieg zu stoppen und eine humanitäre Katastrophe zu verhindern. "Noch kann das Schlimmste verhindert werden", so Starosta.

Dem Bündnis gehören neben dem genannten Hilfswerk auch Misereor, Brot für die Welt, die Christoffel-Blindenmission, die Kindernothilfe, terre des hommes und die Welthungerhilfe an.

(KNA)

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