Verständigungsprobleme klären sich mit Händen und Füßen
Pflege in Deutschland: Kinder und Jugendliche brauchen Unterstützung

17.07.2019

Caritas warnt vor Überlastung pflegender Kinder und Jugendlicher "Von ihrer Umwelt alleingelassen"

​Vor den Folgen einer Überlastung von Kindern und Jugendlichen, die zu Hause Angehörige pflegen, warnt der katholische Wohlfahrtsverband Caritas. Solche Fälle könnten Stressreaktionen, Ängste und Depressionen auslösen, heißt es.

Häufig komme es zum Gefühl der Hilflosigkeit, wenn die jungen Menschen befürchteten, dass ein pflegebedürftiges Elternteil nicht mehr länger zu Hause bleiben könne, in ein Heim müsse oder sterben werde, sagte die Pflegereferentin des Deutschen Caritasverbands (DCV), Nora Roßner, den Zeitungen der Verlagsgruppe Bistumspresse (Sonntag) in Osnabrück. 

Bislang gebe es kaum eine Bewusstseinsbildung in der Gesellschaft dafür, dass es Pflegesituationen gebe, in denen Kinder und Jugendliche einen Großteil der Arbeit leisteten, so die Expertin.

Fünf Prozent der Jugendlichen betroffen

Künftig müsse auch in Schulen und Ausbildungsstätten die sogenannte Junge Pflege Thema werden. "Lehrer und Ausbilder müssen dafür sensibilisiert werden, dass eine belastende Pflegesituation ein Grund dafür sein könnte, dass ein Kind oder ein Jugendlicher häufig fehlt oder seine Leistungen nachlassen." Laut einer Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege waren 2016 etwa fünf Prozent aller Jugendlichen in Deutschland zwischen 12 und 17 Jahren in die Versorgung Angehöriger eingebunden.

Die pflegenden jungen Menschen fühlten sich häufig von ihrer Umwelt alleingelassen mit ihren Problemen, sagte Roßner. Viele hätten das Gefühl, mit niemandem reden zu können. Das liege auch daran, dass die Pflege zeitaufwendig sei und wenig Spielraum für soziale Kontakte außer Haus lasse.

(KNA)

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