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13.03.2019

Studie: Integrationsklima in NRW bleibt positiv Stimmung bei Migranten hat sich "leicht eingetrübt"

Das Klima für Integration von Zuwanderern wird regelmäßig in ganz Deutschland erforscht. Für NRW zeigt sich, dass die Stimmung besser ist als im Bund. Als Grund vermuten Forscher die jahrzehntelange Erfahrung mit dem Thema.

Auch nach der jüngsten Zuwanderungswelle bleibt das Integrationsklima in Nordrhein-Westfalen bei Einheimischen und Migranten positiv. Der Integrationsklima-Index liege in NRW aktuell in beiden Bevölkerungsgruppen bei einem Index von über 67, teilte der Migrationsforscher Professor Thomas K. Bauer am Dienstag nach einer Sonderauswertung des Integrationsbarometers mit. Index-Werte von über 50 signalisierten eine positive Einschätzung auf einer Skala von null bis hundert.

Im übrigen Bundesgebiet liegt der Integrationsindex demnach unter den Migranten mit 69,3 leicht höher als in NRW mit 67,5. Allerdings ist das Integrationsklima der einheimischen Bevölkerung in NRW mit einem Index von 69,3 deutlich besser als im Bund mit 62,7. Dies liege offenbar daran, dass NRW seit Jahrzehnten ein klassisches Zuwanderungsland sei, erklärte Bauer. Hier seien die Menschen ohne Migrationshintergrund zuversichtlicher als in anderen Bundesländern. "Leichte Eintrübungen" im Integrationsklima gebe es lediglich bei den Migranten selbst.

Bundesweiter Migrantenanteil bei 25 Prozent

Der Integrationsklima-Index bemisst sich an Bewertungen des Zusammenlebens unter anderem in der Nachbarschaft, bei Arbeit und Bildung sowie in sozialen Beziehungen. Er wird in regelmäßigen Abständen vom "Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration" erhoben. In NRW leben 5,1 Millionen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte.

Dies entspricht einem Bevölkerungsteil von 28,5 Prozent. Bundesweit liegt der Migrantenanteil bei etwa 25 Prozent. In NRW hat die Stadt Wuppertal derzeit den höchsten Anteil an zugewanderten Menschen mit 40 Prozent. Die wenigsten Migranten leben gegenwärtig im westfälischen Höxter mit einem Bevölkerungsanteil von nur 14 Prozent.

Ablehnung gegenüber Multikulti-Kultur

Professor Bauer sieht im Vergleich zu dem Jahr 2015 "leichte Eintrübungen" im Integrationsklima-Index. Bei der Frage nach der Anmeldung des eigenen Kindes in eine Schule mit hohem Migrantenanteil erklärten 20,5 Prozent der Zugewanderten, dass sie dazu "auf jeden Fall" bereit seien. Vor drei Jahren hatte dieser Anteil bei 25,7 Prozent gelegen.

Inzwischen stünden 49,4 Prozent unter den Migranten selbst einer hohen Zuwanderungsquote in Klassenzimmern eher skeptisch bis ablehnend gegenüber. Im Jahre 2015 habe dieser Anteil noch bei 36,2 Prozent gelegen. Zugleich nahm den Angaben zufolge bei den Migranten die Zurückhaltung und Distanz beim "Umzug in eine kulturell vielfältige Nachbarschaft" zu. Nur noch 27,5 Prozent streben einen solchen Umzug "auf jeden Fall" an, während über 40 Prozent einer Multikulti-Kultur eher ablehnend gegenüber stehen.

Diskriminierung nimmt ab

NRW-Integrationsminister Joachim Stamp (FDP) hob hervor, dass 85 Prozent der befragten Migranten sich NRW zugehörig fühlten. Lediglich fünf Prozent identifizierten sich in keiner Weise mit ihrer neuen Heimat. Dies sei "ein deutliches Zeichen gegen die Schwarzseher, die von gescheiterter Integration sprechen wollen", sagte Stamp. Zugleich hätten die Diskriminierungserfahrungen von Menschen mit Einwanderungsgeschichte in den letzten Jahren abgenommen.

Während 2015 noch 42,4 Prozent über erlebte Benachteiligung geklagt hätten, seien es aktuell nur noch 34,9 Prozent. Am häufigsten fühlten sich derzeit türkischstämmige Zuwanderer in NRW von Diskriminierung betroffen.

Johannes Nitschmann
(KNA)

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