17.01.2019

Italienische Bischofskonferenz: Migranten nicht als Gefahr sehen Umstrittenes Sicherheitsdekret

Vor Angstmache beim Thema Migration hat der Generalsekretär der Italienischen Bischofskonferenz, Bischof Stefano Russo, gewarnt. "Migranten als Sicherheitsrisiko zu sehen, scheint uns etwas übertrieben", sagte er am Mittwoch in Rom.

Sicherheitsprobleme hingen nicht allein davon ab, wie Italien mit Migration umgehe, so Russo auf die Frage eines Journalisten, wie die italienische Kirche zum umstrittenen Sicherheitsdekret von Innenminister Matteo Salvini stehe.

Ausgrenzende Sprache ablehnen

Der Ständige Rat der Italienischen Bischofskonferenz, der seit Montag tagte, hielt in seinem Schlussdokument fest, in der Migrationsfrage seien eine ausgrenzende Sprache und Haltungen abzulehnen, die andere als Gefahr oder Bedrohung darstellten. Die Bischöfe erneuerten ihren Aufruf an die EU, angesichts des "humanitären Dramas" eine "konkrete und angemessene Antwort" zu geben.

Das umstrittene italienische Sicherheitsdekret war Ende November vom Parlament gebilligt worden. Unter anderem sollen Migranten leichter ausgewiesen werden können und ein Aufenthaltsrecht aus humanitären Gründen abgeschafft werden.

Zu Jahresbeginn hatte Palermos Bürgermeister Leoluca Orlando Widerstand angekündigt, da einige Regelungen menschenverachtend seien; Kollegen weiterer Städte schlossen sich an, darunter die Bürgermeister von Neapel und Florenz.

Eine Gewissensentscheidung?

Italienische Kirchenvertreter waren damals uneins, ob eine Nichtumsetzung aus Gewissengründen legitim sei. Der langjährige Vorsitzende der Italienischen Bischofskonferenz und Erzbischof von Genua, Kardinal Angelo Bagnasco, stützte die Position der Bürgermeister, die Migranten betreffende Neuerungen nicht umsetzen zu wollen.

"Es gibt Probleme, die Gewissensentscheidungen erfordern, denn es gibt Menschen, die auf ehrliche und anständige Weise Hilfe suchen, vielleicht weil sie vor aussichtslosen Situationen fliehen", sagte er laut Medienberichten. Anders bewertete der frühere Erzbischof von Ferrara-Comacchio, Luigi Negri, die Lage. Es könne nicht in allen politischen Fragen Widerstand aus Gewissensgründen angeführt werden, sagte er.

(KNA)

Sommeraktion: Meine Heimatkirche

Die Sommeraktion von DOMRADIO.DE: Wir suchen Ihre Heimatkirche. Laden Sie ein Bild hoch und erzählen Sie uns Ihre Geschichte!

Gottesdienste auch auf Facebook und Youtube

DOMRADIO.DE überträgt alle Gottesdienste auch auf Facebook und Youtube und Periscope.

Wichtig: Kein DAB+ mehr in NRW ab Juli

Leider sendet DOMRADIO ab Juli nicht mehr über DAB+ in NRW. Laden Sie sich doch unsere App herunter – kostenlos in den Stores. DOMRADIO hören Sie auch übers Internetradio, Smartspeaker, andere gängige Radio-Apps, in Köln auf UKW 101,7, in Berlin/Brandenburg über DAB+ und natürlich auf DOMRADIO.DE.

Himmelklar Podcast

durchatmen – Der Seelsorge Podcast

Im Video: Täglicher Gottesdienst

Sehen Sie hier den täglichen Gottesdienst aus dem Kölner Dom. An Werktagen ab 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr in der Mediathek.

Weihbischof Puff: täglicher Impuls und Fürbitten

Messenger-Gemeinde

Der gute Draht nach oben!

Tageskalender

Radioprogramm

 07.07.2020
Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…