Wohnungsbau in NRW
Wohnungsbau in NRW

04.10.2018

Caritas fördert Wohnprojekte in der Großstadt Wenn aus Mietern Freunde werden

Besonders in den Großstädten ist die Wohnungssuche zunehmend problematisch. Die Caritas fördert verschiedene Projekte, die Abhilfe für besonders Bedürftige schaffen sollen. Erste Azubi-WGs sind schon entstanden.

50 Euro Miete in Düsseldorf. Und das nicht für den Fahrradstellplatz, sondern für ein WG-Zimmer. Unmöglich? Nun, zumindest selten, aber es existiert: Im Düsseldorfer Norden bietet die Caritas eine Wohngemeinschaft für Auszubildende an: Küche, zwei Bäder, sieben Schlafzimmer.

Sie könnten die Düsseldorfer Mieten mit ihrem Anfänger-Gehalt nur schwer stemmen. Das sieht in der WG im Stadtteil Lohausen ganz anders aus. Vorher habe er 500 Euro Miete zahlen müssen, berichtet Omar Sipan.

Leben wie in der Großfamilie

Der gebürtige Syrer lebt seit diesem Sommer in der WG und absolviert eine Ausbildung im Caritas Altenzentrum Sankt Josef. In der WG fühlt sich der 23-Jährige wohl: "Wir sind wie eine Familie." Dabei kannten sich die Einwohner vorher gar nicht, sondern trafen beim Einzug erstmalig aufeinander.

Ausgewählt hat die Caritas die Bewohner stets nach der Maxime: Wer braucht den Wohnraum am dringensten? So ist eine internationale WG entstanden, in der Altenpfleger und Bürokauffrauen zusammenleben.

Es ist bereits die dritte Azubi-WG der Caritas und eines von vielen Projekten, in denen sich der Wohlfahrtsverband für mehr Wohnraum einsetzt. Die Maßnahmen sind mitunter ungewöhnlich.

Instandsetzung verwahrloster Hochhausobjekte

So auch bei einem Projekt in Duisburg, in dem sie ein Hochhaus in einem sozialen Brennpunkt wieder attraktiver machte: Im roten Riesen, im Duisburger Stadtteil Homberg-Hochheide. Bevor die Caritas vor Ort war, war der rote Riese ein weißer Riese: eines von sieben hell gestrichenen Hochhäusern, die auf dem ehemaligen Bergbau-Quartier "Rheinpreußen-Siedlung" entstanden waren.

20 Stockwerke hoch und 144 Wohnungen groß. Zuerst zogen die Menschen gerne in die modern geschnittenen Objekte ein, so lange, bis Hochhäuser aus der Mode kamen, Mieter ausblieben und stattdessen das Sozialamt hier Menschen unterbrachte. Die Gegend verkam.

Am Tiefpunkt vor zehn Jahren waren nur noch zwölf Wohnungen vermietet - auch, weil die Aufzüge defekt waren und man zu Fuß 40 Minuten bis ins oberste Stockwerk braucht, so Gabriele Strüver, die als Mitarbeiterin der Caritas Ansprechpartnerin für die Bewohner ist und als die gute Seele des Hochhauses gilt.

Leuchtturm-Charakter

Doch sie ist nicht der einzige Grund, weswegen fast alle Wohnungen des roten Riesen mittlerweile einen Mieter haben: Ein Investor hat das Haus gekauft, renoviert und neu - rot - gestrichen.

Im Erdgeschoss ist ein Concierge-Dienst eingezogen, der die Post der Mieter annimmt, weiß, wo der Kinder- und wo der Hausarzt zu finden ist, die sich ebenfalls im roten Riesen niedergelassen haben. Nachts allerdings kommt ein Sicherheitsdienst vorbei.

Insgesamt ist das Viertel aber laut Caritas nicht mehr so problematisch, seit sie als Sozialpartner hinzugeholt wurde. Das zeigt auch, dass die benachbarten Riesen im kommenden Jahr gesprengt werden. Nur der rote Riese hält sich.

"Gemeinschaft zählt"

Strüver hat ihr Büro im Haus, neben der "roten Stube", einer der größeren Mietwohnungen, die die Mieter gemeinschaftlich angemietet haben. Hier kommen sie zusammen, um Taufen zu feiern, regelmäßig gemeinsam Kaffee zu trinken oder um morgens in Gesellschaft die Zeitung zu lesen.

Mittlerweile probt dort auch der "Red Room"-Chor, der sich aus Mietern gegründet hat. "Gemeinschaft zählt, man ist hier nicht allein", heißt es in einer Liedzeile.

So begrüßt Strüver jeden Mieter persönlich, kennt sie fast alle beim Namen. Begleitet man sie durch die 20 Stockwerke, fällt das sofort auf. Und bei vielen weiß sie, was gerade in seinem Leben vorgeht. Quartiersmanagerin Strüver: "Man kann auch in einem Hochhaus ein Wir-Gefühl erzeugen."

(KNA)

Kölner Ministrantenwallfahrt 2018

Rund 2.400 Messdienerinnen und Messdiener aus dem Erzbistum Köln besuchen zur diesjährigen Ministrantenwallfahrt Rom. Noch bis 20. Oktober wollen sie unter dem Motto "Felsenfest" ihren Glauben stärken.

DOMRADIO.DE auch auf Alexa

Gottesdienste, Nachrichten und das Evangelium – jetzt täglich auch auf Ihrem Echo und Echo Show!

DOMRADIO in Berlin und Brandenburg

Ab sofort auf DAB+ auch in Berlin und Brandenburg: Das Kölner DOMRADIO!

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Mit Willibert in die Heilige Stadt

Im November 2019 ist es soweit: Erkunden Sie das ehrwürdige Rom auf dieser Pilgereise mit dem Rom-Kenner Willibert Pauels, Karnevalsfreunden und DOMRADIO.DE Besuchern auch bekannt als "ne Bergische Jung"!

Der gute Draht nach oben!

Tageskalender

Radioprogramm

  • Tageskalender
  • 18.10.
06:00 - 06:30 Uhr

DOMRADIO Morgenimpuls

06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO Der Morgen

10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

19:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

22:00 - 22:30 Uhr

DOMRADIO Nachtgebet

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Programmtipps

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…

Empfangsanleitung zum Ausdrucken

Gemeinsam für das Mehr im Menschen

Berufungspastoral im Erzbistum Köln: Dein Platz in Kirche und Welt.

Das ganze Leben

Hilfsangebote der Kirche im Erzbistum Köln.

Der tägliche Impuls von Weihbischof Puff

Weihbischof Schwaderlapp beantwortet Glaubensfragen