Caritas-Präsident Peter Neher im Gespräch (Archiv)
Caritas-Präsident Peter Neher im Gespräch

20.09.2018

Katholische Verbände fordern bezahlbaren Wohnraum für Familien Schlüsselsuche bei der Problemlösung

Katholische Verbände haben mehr bezahlbaren Wohnraum für Familien gefordert. In einem gemeinsamen Appell sprechen sich die Organisationen unter anderem für eine deutliche Ausweitung des sozialen Wohnungsbaus aus.

Den Aufruf veröffentlichten der Caritasverband (DCV), der Familienbund der Katholiken (FDK) und der Katholische Siedlungsdienst (KSD) an diesem Donnerstag in Berlin. Angesicht von Wohnungsnot und steigenden Mieten findet an diesem Freitag im Bundeskanzleramt ein "Wohngipfel" statt.

Gesellschaftspolitisches Konfliktpotenzial

Caritas-Präsident Peter Neher betonte, dass die Wohnungsnot Familien "mit besonderer Härte" treffe und "gesellschaftspolitisches Konfliktpotenzial" berge. Längst sei die Wohnungsknappheit so groß, dass kinderreiche Familien ebenso wie alleinerziehende Mütter und Väter, aber auch Eltern mit kleinen und jugendlichen Kindern Schwierigkeiten hätten, eine passende finanzierbare Wohnung zu finden.

Die Verbände begrüßten die Zusage der Bundesregierung, fünf Milliarden Euro für den sozialen Wohnungsbau zu investieren, als ersten Schritt. Die Mittel sollten zweckgebunden sein. Die vom Bundesverfassungsgericht angestoßene Reform der Grundsteuer müsse der Nutzung von Bauland für die Wohnbebauung dienen und dürfe nicht Bodenspekulationen fördern. Sie begrüßten ferner Vorhaben, die den Erwerb von Wohneigentum für Familien erleichtern, wie etwa ein nach Kinderzahl gestaffelten Freibetrag bei der Grunderwerbssteuer.

Soziale Durchmischung der Wohnbevölkerung

Wichtig seien zudem eine soziale Durchmischung der Wohnbevölkerung sowie eine langfristige Finanzierung von Quartiersarbeit, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

Nach den Worten von Familienbund-Präsident Stefan Becker leiden vor allem Familien, die auf ausreichend große Wohnungen und eine ausgebaute Infrastruktur angewiesen sind unter den verschärften Marktbedingungen. KSD-Vorstand Ulrich Müller appellierte auch an kirchliche Einrichtungen, sich stärker im sozialen Wohnungsbau zu engagieren.

Die Verbände erklärten, dass neben der Bundesregierung auch die Länder und Kommunen gefragt seien. "Nur ein Mix unterschiedlicher politischer Maßnahmen kann die Situation auf dem Wohnungs- und Immobilienmarkt für Familien und andere benachteiligte Gruppen nachhaltig verbessern", betonte der Caritas-Präsident.

(KNA)

Die neue App von DOMRADIO.DE

Im Video: Täglicher Gottesdienst

Sehen Sie hier den täglichen Gottesdienst aus dem Kölner Dom. An Werktagen ab 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr in der Mediathek.

Tageskalender

Radioprogramm

 02.03.2021
Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Himmelklar Podcast

Weihbischof Puff: täglicher Impuls und Fürbitten

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…

Die ganze Bibel im Ohr! Jetzt spenden!