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21.03.2018

Caritas: Wohnungsnot in NRW erreicht den Mittelstand Mietkosten "erhebliches Armutsrisiko"

Die Wohnungsnot in Nordrhein-Westfalen hat nach Angaben der Caritas inzwischen auch den Mittelstand erreicht. "Das Problem betrifft nicht nur Menschen in prekären Lebenssituationen", sagte der Vorsitzende des Caritasverbandes Düsseldorf.

"Auch Normal- und Gutverdiener, Familien mit Kindern, Senioren, Handwerker und Akademiker, Angestellte oder Freiberufler sind auf der Suche nach erschwinglichen Wohnraum", betonte Henric Peeters am Mittwoch in Düsseldorf. Die zunehmende Konkurrenz auf dem Wohnungsmarkt vor allem in den Großstädten gefährde den gesellschaftlichen Zusammenhalt, warnte Peeters.

Caritas-Kampagne

Um auf die unhaltbare Situation auf dem Wohnungsmarkt in NRW, aber auch bundesweit, aufmerksam zu machen, hat die Caritas die Kampagne "Jeder Mensch braucht ein Zuhause" gestartet. Der katholische Wohlfahrtsverband ruft Politik und Wirtschaft zur Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum auf.

Die Caritas fordert mehr sozialen Wohnungsbau, eine flexiblere Verwaltung, die Änderung von Flächennutzungsplänen, die Anhebung des Wohngelds sowie ein striktes Verbot von Zweckentfremdung von Wohnraum.

Mietkosten als "erhebliches Armutsrisiko"

Nach Angaben der Caritas haben bundesweit mindestens 860.000 Frauen und Männer keine eigene Wohnung. Zwei von fünf Haushalten in den 77 deutschen Großstädten müssten inzwischen mindestens ein Drittel ihrer Einkommen für die die Kaltmiete ihrer Wohnung ausgeben, hieß es.

Rund 80 Prozent der vom Deutschen Caritasverband bundesweit befragten Menschen sehen in den drastisch steigenden Mietkosten ein "erhebliches Armutsrisiko". Mit dafür verantwortlich sei auch, dass Tausende privater Wohnungen dem Markt entzogen und zweckentfremdet würden, etwa über Homesharing-Plattformen wie "Airbnb", sagte Peeters.

(epd)

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