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Für ein friedliches Miteinander

19.12.2017

UN führt Internationalen Tag des Zusammenlebens in Frieden ein Moslemische Pfadfinder als Initiatoren

Die Vereinten Nationen stellen mit "Welttagen" spezielle Gruppen oder Themen in den öffentlichen Fokus. Nun kommt 2018 erstmals der Internationale Tag des Zusammenlebens in Frieden hinzu. Doch was steckt dahinter und wie kam es dazu?

DOMRADIO.DE: Im kommenden Jahr wird es einen Internationalen Tag des Zusammenlebens in Frieden geben. Sie als Bund Moslemischer Pfadfinder und Pfadfinderinnen Deutschlands haben diesen Tag angeregt und initiiert. Wieso war Ihrem Bund die Einrichtung eines solchen Tages so wichtig?

Taoufik Hartit (Gründungspräsident des Bundes Moslemischer Pfadfinder und Pfadfinderinnen Deutschlands / BMPPD): Wir sind ja ein noch relativ junger Verband, der erst im Jahr 2010 gegründet wurde. Jedoch war uns von Beginn an die Arbeit, sich für ein besseres Zusammenleben insbesondere für Kinder und Jugendliche einzusetzen, sehr wichtig. Wir hatten diesen Wunsch nach Frieden in uns, der noch nie so groß war wie jetzt. Deswegen haben wir eine Kampagne zur Einführung eines Internationalen Tages des Zusammenlebens durch die Vereinten Nationen initiiert.

DOMRADIO.DE: Eine Kampagne, die am Ende gefruchtet hat. Was steckte dahinter?

Hartit: Da ging es in erster Linie darum, die Gesellschaft für die Einführung eines solchen Tages zu mobilisieren und zu sensibilisieren. Es geschah konkret dadurch, dass wir in Deutschland bei verschiedenen Veranstaltungen Unterschriften gesammelt haben. Unter anderem waren wir beispielsweise im Jahr 2015 im Rahmen des deutschen Evangelischen Kirchentages in Stuttgart vor Ort. Einerseits waren wir im Helferdienst tätig, haben aber gleichzeitig auch inhaltlich eine offizielle Resolution beim Kirchentag eingeführt, die dann zur Abstimmung gekommen ist und ein überwältigendes Ergebnis erzielt hat und uns damit auch gezeigt hat, dass ein großer Wunsch bei vielen Menschen da ist, diese Sehnsucht nach Frieden mit uns zu teilen.

DOMRADIO.DE: Dieser Tag wird nun am 16. Mai kommenden Jahres begangen. War das ein Wunschtermin von Ihnen?

Hartit: Das konkrete Datum haben wir in der Kampagne nicht vorgegeben. Uns war nur wichtig, dass es so einen Tag gibt, der international gefeiert wird. Es gibt viele verschiedene Tage, wie den Weltkindertag, den Weltfrauentag und andere. Für uns war tatsächlich nur ein Tag als solcher wichtig, damit er Träger für die Idee des besseren Zusammenlebens in unseren Gesellschaften sein kann. Letzen Endes war es die Generalversammlung der Vereinten Nationen selbst, die sich für den 16. Mai entschieden hat.

DOMRADIO.DE: Haben Sie denn schon Pläne, wie dieser Tag begangen werden soll?

Hartit: Die Planungen beginnen in den nächsten Wochen. Wir werden mit unseren Partnern hier in Deutschland beraten, wie wir so einen Tag gebührend feiern können. Natürlich mit einem Programm, das auch Kinder und Jugendliche ansprechen wird. Wir als Kinder- und Jugendverband sehen das ja als den primären Zweck unserer ehrenamtlichen, gemeinnützigen Arbeit. Wir planen im Jahr 2018 beispielsweise auch ein sogenanntes Begegnungszeltlager. Da wird nicht direkt am 16. Mai stattfinden, geht aber inhaltlichen ganz stark in diese Richtung. Da wird der Internationale Tag des Zusammenlebens sicherlich auch ein großes Thema sein.

Das Interview führte Tobias Fricke.

(DR)

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