Symbolbild Mindestlohn
Symbolbild Mindestlohn
Christoph Butterwegge
Christoph Butterwegge

23.11.2017

Armutsforscher fordert Um- und Ausbau des Sozialstaates Für eine solidarische Bürgerversicherung

Der Armutsforscher Christoph Butterwegge hat an Kirchen, Gewerkschaften sowie Sozialverbänden appelliert, sich für einen Um- und Ausbau des Sozialstaates einzusetzen. Auch an der Höhe des gesetzlichen Mindestlohns übte er Kritik.

Beim Buß- und Bettagsempfang der Diakonie Ruhr in Bochum sprach sich der Kölner Wissenschaftler am Mittwochabend für eine solidarische Bürgerversicherung aus, in die alle Berufsgruppen, auch Beamte, Selbstständige und Abgeordneten einzahlen sollen. Berücksichtigt werden müssten auch alle Einkommens- und Vermögensformen.

Sozialleistungen würden dann nicht mehr als Almosen verstanden, sondern als Unterstützung durch einen "Staat, der alle Bürger mitnimmt".

Um der sozialen Ungleichheit in der Bundesrepublik entgegenzuwirken, sind nach Butterwegges Ansicht auch eine gerechtere Steuerpolitik und eine umfassende Arbeitsmarktreform unerlässlich.

Kritik am Mindestlohn

Die Einführung des Mindestlohns sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung gewesen, aber der Betrag von 8,84 Euro pro Stunde reiche nicht aus, um eine Familie zu ernähren. Eine Korrektur sei auch bei den Minijobs notwendig, weil sie für die Beschäftigten zu Altersarmut führten. Änderungen forderte der Wissenschaftler auch für das Leiharbeitsgesetz.

Butterwegge kritisierte, dass Armut häufig den Betroffenen selbst angelastet werde und sie aus der Gesellschaft ausgegrenzt würden. Das Ruhrgebiet bezeichnete der Forscher als eine Region, die ganz besonders unter Armut leide. Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin des Regionalverbandes Ruhr (RVR), kündigte für den März nächsten Jahres die erste Sozialkonferenz für das Ruhrgebiet an, bei der die Ursachen für die soziale Schieflage im Mittelpunkt stehen sollen.

(epd)

Der gute Draht nach oben!

Tageskalender

Radioprogramm

  • Tageskalender
  • 19.07.
06:00 - 06:30 Uhr

DOMRADIO Morgenimpuls

06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO Der Morgen

  • Erzbistum Hamburg sucht Lösungen für katholische Lehrer
  • Urlauberseelsorger Schrödel hilft bei Krisen und Konflikten in Hurghada
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht Kölner Caritas-Zentrum
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

19:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

22:00 - 22:30 Uhr

DOMRADIO Nachtgebet

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Programmtipps

  • Matthäusevangelium
    19.07.2018 07:50
    Evangelium

    Mt 11,28–30

  • Die christlich-jüdische Woche der Brüderlichkeit setzt seit Jahrzehnten ein Zeichen gegen Antisemitismus und Fremdenhass.
    19.07.2018 09:20
    Anno Domini

    Gründung des Zentralrates der...

  • Matthäusevangelium
    20.07.2018 07:50
    Evangelium

    Mt 12,1–8

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…

Empfangsanleitung zum Ausdrucken

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag ab 8 Uhr!

Gemeinsam für das Mehr im Menschen

Berufungspastoral im Erzbistum Köln: Dein Platz in Kirche und Welt.

Das ganze Leben

Hilfsangebote der Kirche im Erzbistum Köln.

Der tägliche Impuls von Weihbischof Puff

Weihbischof Schwaderlapp beantwortet Glaubensfragen