Inklusion am Arbeitsplatz
Inklusion am Arbeitsplatz

31.05.2017

Aktion Mensch beklagt zu wenig Arbeitsplätze für Menschen mit Handicap Zu wenig Teilhabe

Eine nach wie vor unzureichende Beschäftigungsquote von Menschen mit Behinderung beklagt die Aktion Mensch. Die Inklusion am Arbeitsplatz müsse schneller vorankommen, forderte der Sozialverband am Mittwoch in Bonn.

Zuvor hatte die Bundesagentur für Arbeit neue Zahlen zu Arbeitnehmern mit Behinderung in Kleinbetrieben mit weniger als 20 Mitarbeitern vorgelegt. Danach ist die Beschäftigungsquote in diesen Betrieben zwar auf 2,1 Prozent leicht gestiegen; 2010 lag sie bei 1,7 Prozent. Das sei aber nur ein kleiner Fortschritt, bemängelte Vorstand Armin von Buttlar.

Bei den beschäftigungspflichtigen Unternehmen mit über 20 Beschäftigten lag die Quote bei knapp 4,7 Prozent. Private und öffentlich-rechtliche Arbeitgeber, die über mindestens 20 Arbeitsplätze verfügen, müssen wenigstens 5 Prozent der Arbeitsplätze mit Menschen mit Behinderung besetzen.

Inklusion in Wahlprogrammen kein Thema

"Es zeigt sich, dass wir noch weit entfernt sind von einer Teilhabegerechtigkeit für Menschen mit Behinderung am Arbeitsmarkt. Dabei bergen gerade Kleinbetriebe und mittelständische Unternehmen erhebliches Potenzial für die Beschäftigung", betonte von Buttlar. Die Politik müsse bei der Sensibilisierung für das Thema und beim Abbau von bürokratischen Hindernissen helfen. "Aber leider finden sich auch in den Wahlprogrammen der großen Parteien für die Bundestagswahl 2017 noch keine Absichten, hier verstärkt aktiv zu werden."

Jeder vierte sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer in Deutschland arbeitet in einem Unternehmen mit weniger als 20 Beschäftigten. Das sind rund acht Millionen Beschäftigte in 1,9 Millionen Kleinbetrieben. Diese Unternehmen sind nicht verpflichtet, Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen zur Verfügung zu stellen.

Chefs kennen staatliche Fördermöglichkeiten oft nicht

"Inklusion ist auch in Kleinbetrieben und mittelständischen Unternehmen möglich - und für die Unternehmen auch betriebswirtschaftlich sinnvoll", zeigte sich von Buttlar überzeugt. "Es muss für Kleinbetriebe nicht gleich eine Beschäftigungspflicht eingeführt werden", so von Buttlar. "Aber die Beschäftigungsziele für Menschen mit Behinderung sollten auch hier deutlich benannt werden."

Laut Inklusionsbarometer der Aktion Mensch kennen nur 62 Prozent der Chefs kleiner Unternehmen die staatlichen Fördermöglichkeiten. Von diesen beansprucht nur die Hälfte eine Förderung. Diese Fördermöglichkeiten müssten besser bekannt gemacht und vereinfacht werden, sagte von Buttlar.

(KNA)

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