Flüchtlingskinder
Sorge um Flüchtlingskinder

04.05.2017

Unicef besorgt über Migranten in Transitländern Große psychische Belastung

Das UN-Kinderhilfswerk Unicef hat sich alarmiert über die Lage von Zehntausenden Flüchtlingen geäußert, die in Ländern wie Griechenland, Bulgarien, Ungarn und dem Westbalkan "gestrandet" seien.

Insgesamt hielten sich in diesen Transitländern rund 75.000 Flüchtlinge und Migranten ohne klare Perspektive auf, teilte Unicef am Donnerstag in Brüssel mit. Darunter seien schätzungsweise 24.600 Kinder.

Die Situation sei besonders schwierig für alleinerziehende Mütter und ihre Kinder, die in Griechenland oder auf dem Balkan festsäßen, während sie auf die Zusammenführung mit Familienmitgliedern in anderen EU-Ländern warteten. Gerade Kinder litten psychisch besonders unter dem oft langanhaltenden Schwebezustand.

Familien werden getrennt

In vielen Fällen sind es erwachsene Männer, die als erste Familienmitglieder die Reise nach Europa unternehmen, während der Rest der Familie später folgen soll. Aber mit den Grenzschließungen von 2016 und der Umsetzung der EU-Flüchtlingsabkommens mit der Türkei säßen Familienmitglieder in Transitländern fest, "wo sie für die Zusammenführung mit ihren Lieben Anträge stellen müssen", so Unicef-Experte Afshan Khan.

Dieser Prozess dauere "typischerweise zwischen zehn Monaten und zwei Jahren". Khan beschrieb die Situation so: "Wir sehen alleinstehende Mütter und ihre Kinder, gestrandet in Griechenland, Serbien und Bulgarien, die ihre Männer oder Väter für Monate oder sogar Jahre nicht gesehen haben."

Nach der weitgehenden Schließung der sogenannten Balkanroute ist der auf eigene Faust unternommene Weg von Griechenland nach Mitteleuropa viel schwieriger geworden. 2016 seien in dem Land fast 5.000 Anträge auf Familienzusammenführung gestellt worden, 700 von unbegleiteten oder von der Familie getrennten Kindern. In derselben Zeit seien nur rund 1.100 Antragsteller von Griechenland aus in ihr Zielland gelangt.

(epd, KNA)

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