Kinder eines griechischen SOS Kinderdorfes
Kinder eines griechischen SOS Kinderdorfes
Kinder im SOS Kinderdorf
Kinder im SOS Kinderdorf
SOS Kinderdorf in Athen
SOS Kinderdorf in Athen

01.07.2015

SOS-Kinderdörfer warnen vor verheerenden «Grexit»-Folgen Jugend ohne Chance

Die SOS-Kinderdörfer befürchten, dass sich die soziale Not in der griechischen Bevölkerung im Falle eines «Grexit» noch einmal drastisch verschärfen wird. Eine Rückkehr zur Drachme hätte schlimme Folgen.

Wenn Griechenland zur Drachme zurückkehre, könne das Land auf den sozialen Standard der 60er Jahre zurückgeworfen werden, sagte der Sprecher des Hilfswerks, Louay Yassin, dem Evangelischen Pressedienst in München. Das sei die Einschätzung vieler SOS-Kinderdorf-Mitarbeiter in Griechenland. Auch wenn die Griechen im Referendum am kommenden Sonntag dem EU-Sparkurs zustimmen sollten und in der Euro-Zone verbleiben würden, bedeute das weiter harte soziale Einschnitte für die Bevölkerung, sagte Yassin.

Auswirkungen schon seit 2011 spürbar

Die sich zuspitzende Lage in Griechenland spüren die SOS-Kinderdörfer seit 2011. Seitdem hätten die SOS-Kinderdörfer insgesamt 6.000 hilfsbedürftige Familien in Griechenland betreut, sagte Yassin. Derzeit seien es 1.500 Familien in neun Städten. Mehr sei mit den 141 Mitarbeitern vor Ort und Hunderten Freiwilligen nicht möglich, sagte Yassin. Zwischen 1.500 und 2.000 Familien stünden daher auf der Warteliste. Zum Vergleich: Im Jahr 2010, als die Folgen der weltweiten Finanzkrise für die griechische Bevölkerung noch nicht so deutlich spürbar waren, seien lediglich 50 Familien unterstützt worden.

Die SOS-Kinderdörfer unterstützten die Familien mit langfristigen Hilfen - weniger mit Nahrung oder Kleidung, sagte Yassin. Könnten Eltern zum Beispiel die Schul-Tutorien vor dem Abitur für ihre Kinder nicht mehr bezahlen, springe das Hilfswerk ein, erläuterte Yassin. Man biete auch Hausaufgabenhilfe und unterstütze Eltern, die durch die Krise krank geworden seien, psychologisch oder bei der Kindererziehung.

Hohe Jugendarbeitslosigkeit

Die Jugend in Griechenland habe kaum eine Chance, sagte Yassin. Die Jugendarbeitslosigkeit liege bei 60 Prozent. Viele fragten sich daher, warum sie sich überhaupt anstrengen sollten, wenn es ohnehin keine Arbeit gebe.

Am Sonntag sollen die Griechen in einem Referendum ihr Votum für oder gegen die EU-Sparpolitik abgeben. Entscheiden sie sich dagegen, rückt der Austritt aus der Währungsunion näher. Die Banken sollen bis zum Referendum geschlossen bleiben. Bürger können in der Regel nur 60 Euro pro Tag abheben. Außerdem hat die Regierung Kapitalverkehrskontrollen eingeführt, um einen weiteren Kapitalabfluss aus Griechenland zu verhindern.

(epd)

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