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Versorgung mit Lebensmitteln
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01.05.2015

Knapp eine Woche nach dem Erdbeben weiter große Not in Nepal Hilfe aus Deutschland

Knapp eine Woche nach dem Erdbeben in Nepal steigt die Anzahl der hilfesuchenden Menschen weiter an. Bislang gehen die Behörden von mindestens 5.500 Toten und über 11.000 Verletzten aus.

Vor allem in Gegenden, die erst jetzt von Hilfskräften erreicht werden, sei der Bedarf an einer Versorgung mit dem Notwendigsten groß, so das katholische Hilfswerk Misereor am Freitag in Aachen. Misereor-Bischof Stephan Burger appellierte an die deutsche Öffentlichkeit, in ihrer Hilfsbereitschaft nicht nachzulassen. "Das Leid der vom Erdbeben betroffenen Menschen ist unermesslich", sagte der Freiburger Erzbischof. Misereor weitet nach eigenen Angaben seine Hilfe aus. Insgesamt werden Nothilfeprojekte mit 395.000 Euro unterstützt, hieß es.

Das Kindermissionswerk "Die Sternsinger" unterstützt nach eigenen Angaben zehn Projekte mit insgesamt 244.500 Euro. Aktueller Schwerpunkt sei die Hilfe für Familien, die durch das Erdbeben obdachlos geworden sind, teilte die Organisation am Freitag in Aachen mit. Entscheidend sei die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern, sagte der Präsident des Kindermissionswerks, Klaus Krämer. Viele Kinder fänden nun Unterschlupf bei Einrichtungen, die die Sternsinger seit Jahren förderten.

Das Bündnis "Entwicklung hilft" betonte ebenfalls den Wert der Zusammenarbeit mit lokalen Partnern. Zu dem Bündnis gehören Misereor, Brot für die Welt, die Welthungerhilfe, terre des hommes, medico international, die Christoffel-Blindenmission (CMB) sowie die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe. Erzbischof Burger würdigte die langfristige Zusammenarbeit: "Angesichts der extrem schwierigen Bedingungen zeigt sich einmal mehr, wie wichtig Hilfe durch vor Ort bereits arbeitende Organisationen und durch die Mobilisierung regionaler Hilfe und Kenntnisse sind", sagte er.

"Jede Stunde zählt"

Für die Organisation "Ärzte der Welt" steht die Behandlung von Verletzten im Vordergrund. "Wir müssen schnell handeln. Jede Stunde zählt", sagte der Direktor der Internationalen Projekte der Organisation, Gilbert Potier, in Paris. Ein Teil des medizinischen Teams versuche derzeit, in abgelegene Gebiete vorzudringen, um dort eine medizinische Grundversorgung wiederherzustellen. Es gebe weiterhin zu wenig Wasser. Angesichts der mangelhaften sanitären Situation bestehe ein hohes Krankheitsrisiko.

Unicef startete erste Hilfsmaßnahmen für traumatisierte Kinder. Viele hätten ihr Zuhause verloren und trauerten um Eltern, Geschwister, Verwandte und Freunde. Die zahlreichen Nachbeben hätten ein Gefühl von Angst und Hilfelosigkeit hinterlassen. "Die Hilfe braucht einen langen Atem"", sagte der Geschäftsführer von Unicef Deutschland, Christian Schneider, in Köln. "Die kommenden Monate werden für die Familien in den zerstörten Gebieten hart."
Nepal war am vergangenen Wochenende von Erdstößen der Stärke 7,8 erschüttert worden. Es war das schwerste Beben in dem Gebiet seit mehr als 80 Jahren.

 

(KNA)

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