Ein Pflegerin und eine Bewohnerin im St. Vinzenzhaus in Bonn-Bad Godesberg
Ein Pflegerin und eine Bewohnerin im St. Vinzenzhaus in Bonn-Bad Godesberg

02.04.2015

Caritas begrüßt Abschaffung der Pflegeheimsnoten Pflegebedürftige im Fokus

Caritasverbände in NRW befürworten die geplante Abschaffung der Noten für Pflegeheime und ambulante Dienste. Der Schritt sei überfällig, so der Kölner Caritas-Direktor Frank Johannes Hensel. Er verwies auf eine Alternative der Caritas.

Es komme nun darauf an, ein Modell einzuführen, das zuverlässige und verständliche Informationen zur Qualität der Pflege gibt, so Hensel am Mittwoch. Der Essener Caritas-Direktor Andreas Meiwes forderte, das Bewertungssystem sofort auszusetzen und nicht noch bis 2016 die Noten zu vergeben.

Die Kölner Caritas verwies auf ein bereits im Jahr 2011 von ihr gestartetes Alternativ-Projekt "Ergebnisqualität in der stationären Altenhilfe" (EQisA). Gemeinsam mit dem Institut für Pflegewissenschaft (IPW) an der Uni Bielefeld sei es ins Leben gerufen worden und werde nun bundesweit in insgesamt 173 Einrichtungen der Caritas eingeführt. Davon profitierten mehr als 16.000 Heimbewohner. Das System richte den Fokus auf die Situation der Bewohner und wie gut es gelinge, ihre Mobilität und Selbstständigkeit zu erhalten und sie vor Gefährdungen zu schützen.

Der Essener Caritas-Leiter Meiwes betonte: "Zur Darstellung von Qualität ist entscheidend, dass es nicht zu einer Verwechslung von Dokumentations- mit Versorgungsdefiziten kommt." Es komme auf eine zuverlässige Aussage zur Qualität an. Der gesetzliche Auftrag laute, "insbesondere Ergebnis- und Lebensqualität verständlich, übersichtlich und vergleichbar darzustellen".

Bis 2018 neues Bewertungssystem für Pflegeheime

Der Patienten- und Pflegebeauftragte Karl-Josef Laumann (CDU) hatte am Mittwoch in Berlin Vorschläge präsentiert, wonach bis 2018 ein neues Bewertungssystem eingeführt werden soll. Verbraucher sollen während der Übergangszeit im Internet aber weiter die Prüfungsergebnisse für einzelne Heime finden. Laumann hat das Konzept für einen neuen Pflege-TÜV im Auftrag von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) erarbeitet.

Danach soll bei Laumanns Arbeitsstab 2016 ein Pflegeausschuss angesiedelt werden, in dem auch stimmberechtigte Vertreter der Pflegeberufe und der Pflegebedürftigen sitzen. Bis Ende 2017 soll er ein neues Konzept erarbeiten. Ein unabhängiges Pflegequalitäts-Institut soll den Prozess begleiten.

Laumann sagte, die Pflegenoten "führen in die Irre". Im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd) kritisierte er, die Verantwortlichen hätten sich sieben Jahre lang nicht auf zentrale Kriterien für eine gute Pflege verständigt. Deshalb ziehe er nun die Notbremse. Die Pflegenoten sollen Laumann zufolge Anfang 2016 ausgesetzt werden. Das neue Verfahren soll möglichst im zweiten Gesetz zur Pflegereform verankert werden, die bis Ende dieses Jahres beschlossen werden soll.

(epd)

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