Arme Kinder haben weniger Chancen auf Bildung
Arme Kinder haben weniger Chancen auf Bildung

09.12.2014

OECD-Bericht prangert an Große Kluft zwischen Arm und Reich

Die Kluft zwischen Arm und Reich ist in vielen Ländern so groß wie seit 30 Jahren nicht mehr. Das beklagt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in einem Arbeitspapier.

Laut dem aktuellen Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat sich auch in Deutschland der Abstand zwischen Arm und Reich seit Mitte der 1980er Jahre erhöht: Damals hätten die reichsten zehn Prozent der Bevölkerung fünfmal so viel verdient wie die ärmsten zehn Prozent - heute dagegen liege das Verhältnis bei sieben zu eins.

Dem Papier zufolge hat die wachsende Einkommensungleichheit einen merklich negativen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung.

Wenig Chancen für arme Kinder

Besonders entscheidend sei dabei die Ungleichheit am unteren Ende, insbesondere das "immer stärkere Auseinanderdriften der ärmsten 40 Prozent vom bessergestellten Rest der Bevölkerung". Die steigende Ungleichheit hemme das Wirtschaftswachstum hauptsächlich dadurch, dass Kinder aus sozial schwächeren Familien weniger Bildungschancen hätten. Denn ärmere Gruppen investierten in der Regel weniger in Bildung, und das wiederum beeinflusse die soziale Mobilität und die Ausbildung von Kompetenzen im jeweiligen Land.

"Unsere Analyse zeigt, dass wir nur auf starkes und dauerhaftes Wachstum zählen können, wenn wir der hohen und weiter wachsenden Ungleichheit etwas entgegensetzen", sagte OECD-Generalsekretär Angel Gurria. "Der Kampf gegen Ungleichheit muss in das Zentrum der politischen Debatte rücken. Wachsen und gedeihen werden vor allem jene Länder, die alles daran setzen, dass ihre Bürger von klein auf gleiche Chancen haben."

"Investitionslücke in Bildung"

Generell betrifft laut OECD die "Investitionslücke in Bildung" weit mehr als nur die ärmsten Mitglieder einer Gesellschaft. Auch die untere Mittelklasse zeige ähnliche Muster. Es sei deshalb nicht genug, allein jene Schichten der Bevölkerung zu fördern, die am schlechtesten gestellt sind. Mindestens ebenso wichtig wie monetäre Unterstützung sei ein verbesserter Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung und Weiterbildung sowie zu Gesundheitsdienstleistungen.

(KNA)

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