25.06.2013

Sauberes Kochen für 100 Millionen Familien Für Umwelt und Gesundheit

Kochherde in Entwicklungsländern brauchen oft zu viel Brennstoff und erzeugen zu viel gefährlichen Rauch. Das soll sich ändern. Bis 2020 sollen 100 Millionen Familien Zugang zu effizienten Herden bekommen.

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jährlich zwei Millionen Menschen an den Folgen von Rauch, der von offenen Feuerstellen und traditionellen Kochherden ausgeht. Abhilfe schaffen können effizientere und sauberere Herde. Ein Netzwerk von Organisationen bemüht sich darum seit 2010. Auf einem dreitägigen Kongress in Bonn diskutieren Experten ab diesem Mittwoch über den Stand der Bemühungen und das weitere Vorgehen.

Beim Kochen auf offenen Feuerstellen oder traditionellen Herden würden täglich mehr als drei Millionen Tonnen Brennholz verbrannt, sagte die Expertin für armutsorientierte Energiegrundversorgung, Marlis Kees, der Nachrichtenagentur dpa. Sie arbeitet bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Bonn.

Brennstoff sparen

Mit sauberen Kochherden könne massiv Brennstoff gespart werden, sagte Kees. So verkürze sich auch die Zeit, die für das Holzsammeln aufgewendet werden müsse. Zugleich verringert sich der Schadstoffausstoß. Die Brennstoffkosten könnten mit so einem modernen Herd um mindestens 40 Prozent gesenkt werden, was in Uganda etwa 4 Euro im Monat und in Peru in der Woche sogar 6 Euro ausmache.

Seit 30 Jahren fördert die GIZ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit die Entwicklung und Verbreitung energieeffizienter, sauberer Kochherde. Deutschland ist Gründungsmitglied der weltweiten Allianz für saubere Kochherde (Global Alliance for Clean Cookstoves), die es seit 2010 gibt. Ziel der internationalen Partnerschaft ist es, bis 2020 100 Millionen Menschen den Zugang zu effizienten und sauberen Kochherden zu ermöglichen.

Dabei wird es Kees zufolge auch um die Beschaffung des Brennstoffs, die Technologie der Herde und das Nutzerverhalten gehen. "Wann kaufen die Leute einen Herd, wann nutzen sie ihn wirklich? Da wissen wir zu wenig", sagte Kees.

Erfolgsbeispiel Kenia

Die Experten der Global Alliance kümmern sich laut Kees auch darum, wie Brennstoffe wie Holz, Holzkohle, Ethanol und Pflanzenöl sauberer und effizienter verbrannt werden können. Es werde auch in Richtung Biobriketts und Pellets gedacht und erörtert, wie eine dezentrale Brennstoffversorgung und die dazu gehörigen Technologien erreicht werden könnten. Vorgestellt wird in Bonn zudem ein in Sambia angesiedelter Pellet-Hersteller. Für diesen Brennstoff benötige der Herd eine besondere Luftzufuhr. Die Firma Philips habe ein Gerät für diese Technologie entwickelt und produziere das jetzt in Lesotho.

Als Erfolgsbeispiel der Förderarbeit nannte Kees Kenia. Dort werden derzeit pro Jahr 350 000 moderne Herde aufgestellt, die nicht von den Hilfsorganisationen bezahlt werden. "Unser Beitrag ist es, Training für Produzenten anzubieten." Die Experten der GIZ vermitteln die Technologie zum Ofenbau und bilden Menschen aus, damit sie Kosten kalkulieren können und ihre Bücher führen können.

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