Kardinal Gualtiero Bassetti, Erzbischof von Perugia, am 12. August 2018 auf dem Petersplatz.
Kardinal Gualtiero Bassetti, Erzbischof von Perugia, am 12. August 2018 auf dem Petersplatz.
Francesco Zanardi ist Sprecher des italienischen Netzwerks "Rete L'Abuso"
Francesco Zanardi ist Sprecher des italienischen Netzwerks "Rete L'Abuso"

01.03.2019

Zeitung: Italiens Bischofskonferenz schreibt an Missbrauchsopfer "Respekt vor der Wahrheit, der Justiz und dem Kindeswohl"

Der Vorsitzende der italienischen Bischofskonferenz hat einem Medienbericht zufolge einen Brief an italienische Missbrauchsopfer geschrieben. Themen sind die Kooperation mit der Justiz und die Beteiligung von Opfern an der Aufarbeitung. 

Vom Schreiben Kardinal Gualtiero Bassettis berichtete die Tageszeitung "Il Messaggero" am Donnerstag auf ihrer Internetseite.

Demnach kündigt die Bischofskonferenz an, mit der italienischen Justiz zu kooperieren. Bei ihrem Treffen im Mai wollten die Bischöfe "vollständige Zusammenarbeit mit zivilen Autoritäten" beschließen, zitiert das Blatt aus dem Brief an den Gründer der italienischen Opfervereinigung "Rete l'abuso", Francesco Zanardi.

Kooperation mit Justiz und Opfern

Die Bischöfe wollten "jegliche Formen des Verschweigens, sei es von Seiten der Opfer oder ihrer Familien, sei es von Seiten kirchlicher Autoritäten" vermeiden. Handeln müsse bestimmt sein vom "Respekt vor der Wahrheit, der Justiz und dem Kindeswohl sowie schutzbefohlenen Menschen". Diese müssten an erster Stelle stehen.

Die Bischofskonferenz wolle zudem anordnen, dass in den Kommissionen der Bistümer zur Aufarbeitung von Missbrauchsfällen auch Opfer vertreten sein sollen, heißt es zu weiteren Inhalten des Schreibens.

Zanardi enttäuscht vom Anti-Missbrauchsgipfel

Zanardi hatte sich nach dem viertägigen katholischen Anti-Missbrauchsgipfel im Vatikan am Sonntag enttäuscht gezeigt. Die Opfer hätten sich zum Ende des weltweiten Treffens etwas anderes erwartet - "mindestens die Ankündigung des Rauswurfs diverser Bischöfe", hatte er der italienischen Tageszeitung "La Repubblica" gesagt.

Mit dem jetzigen Schreiben könnte Bassetti auf einen Brief antworten, den Zanardi nach eigenen Angaben schon lange vor dem Gipfel im Vatikan an die Italienische Bischofskonferenz gerichtet hatte.

Der Sprecher der Bischofskonferenz hatte der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) bisher allerdings gesagt, er wisse nichts von einem solchen Schreiben. Am Donnerstag war er für eine Stellungnahme zu dem jüngsten Brief Bassettis, über die der "Messaggero" nun berichtet, zunächst nicht zu erreichen.

(KNA)

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