Sterbebegleitung
Sterbebegleitung

17.07.2017

Erzbistum Köln thematisiert Sterben in Würde Plakataktion und Onlineangebot

"Sterben, wovor habe ich Angst?" Mit einer Plakataktion im Kölner Raum will das Erzbistum Köln Menschen ermuntern, sich dieser Frage zu stellen. Austausch und Antworten dazu werden zudem auf einer neuen Website des Erzbistums angeboten.

Verschiedene Aspekte des Sterbens und relevante Fragen medizinischer Behandlung am Lebensende werden in den Blick genommen: Wer trifft für mich Entscheidungen, wenn ich das selber nicht mehr kann? Möchte ich im Falle schwerer Krankheit eine Lebensverlängerung "um jeden Preis", oder gibt es Grenzen? Darf ich noch mögliche Therapien auch ablehnen? Wie treffe ich frühzeitig und wirkungsvoll Vorsorge?

Anhand von Beispielen werden auf der Website sterbeninwuerde.de Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen am Ende ihres Lebens und für deren Angehörige vorgestellt. In die Seite integriert ist ein interaktives Forum, in dem man sich mit anderen zum Thema "Sterben, wovor habe ich Angst?" austauschen kann.

Vorsorge treffen

"Die Erfahrung zeigt: Die verbreitete Angst vor einer als würdelos eingeschätzten letzten Lebensphase wird dann überflüssig, wenn man sich rechtzeitig – auch im Dialog mit wichtigen Personen des persönlichen Lebensumfeldes – mit diesen Fragen befasst hat. Sterben und Tod sind nicht planbar. Im Hinblick auf gewünschte oder unerwünschte medizinische Behandlungen lässt sich aber verlässlich Vorsorge treffen", sagt Dr. Thomas Otten, Beauftragter für Ethik im Gesundheitswesen im Erzbistum Köln und einer der Verantwortlichen für die Website.

Das Ziel, Menschen bei der frühzeitigen Auseinandersetzung mit diesem Thema zu unterstützen, verfolgt auch das Konzept "Behandlung im Voraus planen" (BVP; engl.: Advance Care Planning). Im Vorfeld eines BVP-Projekts in Seniorenheimen, das vom Erzbistums Köln in Kooperation mit der Seniorenhaus GmbH der Cellitinnen zur hl. Maria geplant wird, fand im Maternushaus am 5. Juli 2017 ein wissenschaftliches Symposium statt. Zu der Diskussion mit namhaften Fachleuten zur Thematik hatten sich annähernd 200 Personen aus dem ganzen Bundesgebiet angemeldet.

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