Pater Hermann-Josef Hubka im Beichtmobil
Pater Hermann-Josef Hubka im Beichtmobil

12.04.2017

Pater fährt mit Beichtmobil durch Deutschland Beichtstuhl auf Rädern

Für das Hilfswerk "Kirche in Not" ist Pater Hermann-Josef Hubka im Beichtmobil unterwegs. Sein Ziel: Menschen wieder verstärkt zum Beichten zu bewegen. Im domradio.de-Interview erzählt er von seinen Erlebnissen unterwegs durch Deutschland.

domradio.de: Beichten in einem umgebauten VW-Bus - wie funktioniert das?

Pater Hermann-Josef Hubka ("Kirche in Not"): Das ist ein fahrbarer Beichtstuhl, ein ganz normaler VW-Bus, etwas ausgebaut zu einem Camping-Bus. Da ist ein Sessel drin, auf der anderen Seite ist eine Bank und den Beifahrersitz kann man umdrehen. Und dann mach ich einfach die Tür auf, stelle noch ein Schild auf und die Leute können kommen. Wenn dann jemand reinkommt zum Beichten, ziehe ich die Tür zu, dann sind wir unter uns. Und wenn noch jemand indiskret zum Fenster reinschaut, dann haben wir auch noch eine Jalousie, die man runtermachen kann.

domradio.de: Nehmen Sie da im Bus ganz klassisch die Beichte ab mit Sündenvergebung und Bußaufgaben?

Pater Hubka: Es ist so, dass wir zunächst einfach das Auto irgendwo stehen haben. Meistens habe ich noch einen Mitarbeiter dabei, der draußen aufpasst, dass niemand Unfug macht. Damit ist erstmal die Möglichkeit zum Gespräch gegeben, falls jemand kommen und schauen möchte. Das kann sich je nachdem vertiefen.

domradio.de: Sie waren diese Woche in Dresden - das ist nicht gerade eine katholische Hochburg. Wie reagieren die Menschen, wenn Sie auf einmal auftauchen und eine Beichte anbieten?

Pater Hubka: Wir standen in der Fußgängerzone und viele Leute sind vorbeigelaufen und haben erstmal geschaut - manche vielleicht auch ein bisschen auf Abstand, manche sind näher gekommen. Und oft sind es erstmal verhältnismäßig oberflächliche Gespräche, bei denen jemand vielleicht einen Witz macht und sagt, dass er keine Diätsünde hat oder so etwas. Aber manche Gespräche vertiefen sich auch und dann kommen auch Leute, die ein Problem mit der Kirche haben und spektisch nachfragen wollen. Aber es war dann doch so, dass immer wieder Leute gekommen sind, die es gewagt haben, reinzugehen. Und die haben dann richtig gebeichtet. Auf der anderen Seite hat schon so mancher den inneren Ruf verspürt, wenn das Mobil einfach so am Straßenrand steht, einmal anonym über Dinge zu sprechen, die ihn belasten. Und wenn gerade etwas akut ist, zum Beispiel Familienprobleme, dann ist das doch sehr gerne gesehen.

domradio.de: Heute geht es weiter nach Augsburg. Was erwarten Sie sich von dieser Stadt?

Pater Hubka: Es könnte schon so sein, dass in Augsburg etwas mehr katholische Erfahrung im Raum steht. In Dresden sieht man das, da ist die Hofkirche mittendrin. Es ist schon ein Unterschied, ob man im evangelischen Sachsen oder im katholischen Bayern fährt.

Das Gespräch führte Silvia Ochlast.

(DR)

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