"Fridays for Future" in Berlin (Archiv)
"Fridays for Future" in Berlin (Archiv)

21.06.2019

Katholische Jugend unterstützt "Fridays for Future" "Demos sind Grundrauschen in der Gesellschaft"

Gut 35.000 Menschen sind zur ersten internationalen Demonstration der Klimaschutzbewegung "Fridays for Future" gekommen. Teilnehmer aus 17 Ländern waren dabei, darunter auch der Bund der Deutschen Katholischen Jugend. Warum?

DOMRADIO.DE: Warum sind Sie auch bei den Fridays for Future-Demos aktiv? 

Jessica Starzetz: (Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim BDKJ in Aachen): Wir verstehen uns als Stimme der Jugend und deshalb setzen wir uns natürlich ganz besonders dafür ein, dass die heutige Jugend und zukünftige Generationen auf der Erde leben können. Das ist für uns ein ganz wichtiges Anliegen. Wir wollen auch, dass das Pariser Klimaschutz-Abkommen eingehalten wird. Wir wollen, dass die Erderwärmung auf 1,5 Grad begrenzt wird. Wir stimmen deshalb mit den Inhalten von Fridays for Future total überein. Deswegen sind wir heute auch dabei.

DOMRADIO.DE: Das heißt, es ist auch für Sie und Ihre Mitglieder ein ganz wichtiges Thema, wie es in der Zukunft auf diesem Planeten aussieht?

Jessica Starzetz: Selbstverständlich! Als Jugendverband sorgen wir uns natürlich um die Zukunft auf dem Planeten, um die Zukunft für die heutige Jugend und für zukünftige Generationen.

DOMRADIO.DE: Jetzt wollen natürlich diese Demonstrationen auch etwas erreichen. Sie wollen die Politiker erreichen, es soll sich etwas ändern. Was können solche Demos überhaupt ausrichten?

Jessica Starzetz: Sie machen ein Grundrauschen in der Gesellschaft aus. Es wird diskutiert und wir versuchen natürlich einen möglichst hohen gesellschaftlichen Druck zu erzeugen, damit die Politik handelt.

DOMRADIO.DE: Das hat aber bislang noch nicht wirklich geklappt. Es gibt ja auch schon Stimmen aus der Bewegung selbst, die sagen, sechs Monate und es ist nichts passiert. Braucht man da noch ein bisschen mehr Geduld? Muss man da einen noch längeren Atem haben? Oder wird jetzt irgendwann der Druck so groß, dass noch mehr passieren muss?

Jessica Starzetz: Wir hoffen natürlich, dass sich durch die Bewegung etwas ändert. Demokratie ist ein Prozess der Geduld erfordert und dementsprechend wird es sicherlich noch dauern bis die Nachricht ankommt. Aber wir stehen natürlich hinter friedlichen Prozessen und werden deshalb weiterhin für friedliche Demonstrationen eintreten.

DOMRADIO.DE: Eine Demo macht ja natürlich nur dann Sinn, wenn man sich selber auch für das Ziel für das man demonstriert, engagieren kann. Wie sieht es bei Ihnen aus beim BDKJ? Wie hoch ist bei Ihnen das Thema Klimaschutz angesiedelt?

Jessica Starzetz: Tatsächlich sehr hoch. Wir haben zum Beispiel eine Bildungsstätte in Aachen. Da werden hauptsächlich regionale Produkte beim Essen verarbeitet. Die gesamte Bewirtschaftung ist möglichst nachhaltig, wir haben Solarzellen auf den Dächern. Ganz besonders bei den Bildungsprogrammen, die wir für Grundschulklassen und für weiterführende Schulen dort in der Jugendbildungstätten anbieten, setzen wir uns sehr stark mit Nachhaltigkeit und kritischem Konsum auseinander. Darüber hinaus versuchen wir Besuchergruppen von dem Thema zu begeistern.

Außerdem achten wir auch verstärkt im privaten Bereich auf Nachhaltigkeit und kritischen Konsum, auch bei uns im Büro. Wir haben schon seit langem Ökostrom. Wir achten bei uns Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern darauf, dass wir mit dem Zug fahren oder dass wir Car-Sharing-Angebote nutzen. Auch bei der Sitzungs-Verpflegung zum Beispiel kaufen wir hauptsächlich fair gehandelte Produkte. Das hat bei uns wirklich eine lange Tradition. Auf Nachhaltigkeit und kritischen Konsum zu achten. Auch die GEPA zum Beispiel, das Label für fairgehandelte Produkte, wurde vor über 40 Jahren von dem BDKJ mitbegründet. Also das Ganze ist schon lange ein Thema für uns.

Das Gespräch führte Matthias Friebe.

(DR)

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