Malipzup, wo die Flüsse Irrawaddy, Mali Kha und N Mai Kha zusammenfließen.
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Zivilisten, die nach Gefechten zwischen der Armee und Rebellen der Kachin-Minderheit in Myanmar in einen Dschungel geflüchtet sind
Zivilisten, die nach Gefechten zwischen der Armee und Rebellen der Kachin-Minderheit in Myanmar in einen Dschungel geflüchtet sind

11.06.2019

Myanmars Bischöfe fordern Ende von chinesischem Staudammprojekt "Zum Wohle des Volkes" Myitsone-Damm einstellen

Die Bischofskonferenz von Myanmar fordert die sofortige Einstellung des von chinesischen Firmen betriebenen Baus des Myitsone Staudamms. Betroffen sind die mehrheitlich christlichen Kachin, sagt Kardinal Charles Bo.

Das Staudammprojekt im Fluss Irrawaddy im mehrheitlich christlichen Kachin müsse "zum Wohle des Volkes" eingestellt werden, hieß es in einem von Kardinal Charles Bo und den anderen Bischöfen des Landes unterzeichneten Schreiben, wie der der asiatische katholische Pressedienst Ucanews am Dienstag berichtete.

Soziale und ökologische Verwerfungen übertreffen wirtschaftliche Vorteile

"Der Irrawaddy fließt durch das Herz unserer Nation und nährt (...) Millionen unserer Menschen sowie die Flora und Fauna", zitiert Ucanews aus dem Schreiben. "Die versprochenen wirtschaftlichen Vorteile stehen in keinem Vergleich zu den mit Sicherheit zu erwartenden sozialen und ökologischen Verwerfungen", so die Bischöfe.

Bereits im April hatte sich Kardinal Bo in einem Brief an Myanmars Präsident Win Myint, Staatsrätin Aung San Suu Kyi, Armeechef Min Aung Hlaing sowie Chinas Präsident Xi Jinping für ein Ende des Staudammprojekts eingesetzt.

Enge Verflechtungen zwischen Myanmar und China

Der Bau des Damms zur Stromerzeugung für China war im September 2011 nach Protesten der Kachin von Myanmars Präsident Thein Sein auf Eis gelegt worden. Politisch ging davon das Signal aus, dass sich Myanmar von der einseitigen Abhängigkeit von China löste und dem Westen öffnete. Heute pflegen beide wieder gute Beziehungen; während es international scharfe Kritik an der gewaltsamen Vertreibung der muslimischen Rohingya aus Myanmar gibt, hält China im UN-Sicherheitsrat eine schützende Hand über die Regierung der Nationalen Liga für Demokratie (NLD) von Aung San Suu Kyi.

Den Chinesen geht es dabei auch um den China Myanmar Economic Corridor (CMEC), der als Teil des globalen chinesischen Megaprojekts "Neue Seidenstraße" das Reich der Mitte mit dem Indischen Ozean verbinden soll. Dieser Korridor führt durch jedoch Bürgerkriegsgebiete. In Kachin führt die Armee einen Krieg gegen die Unabhängigkeitsarmee der Kachin und in Rakhine gegen die buddhistische Miliz "Arakan Army".

Ethnien unzufrieden mit Staatsrätin Aung San Suu Kyi

Myanmar wählt 2020 ein neues Parlament. Vieles spricht derzeit dafür, dass die Kachin und andere ethnische Völker unzufrieden mit Aung San Suu Kyi und ihrer Partei sind. Eine Stärkung der ethnischen Parteien ist aber nach Ansicht politischer Beobachter nicht im Interesse der Chinesen.

 

(KNA)

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