Auf dem Land
Sehnsucht der Deutschen: Leben auf dem Land
Die neue KLJB-Bundesvorsitzende Stefanie Rothermel (Mitte)
KLJB-Bundesvorsitzende Stefanie Rothermel (Mitte)

17.05.2018

Katholische Landjugend zu Vorzügen des Dorflebens Ein Sehnsuchtsort

Das Land ist für 44 Prozent der Deutschen ein Sehnsuchtsort – das ergab eine aktuelle Umfrage des ZDF. Wir interviewten Stefanie Rothermel von der Katholischen Landjugendbewegung und hakten nach: Was ist reizvoll am Landleben?

DOMRADIO.DE: Erreiche ich Sie gerade auf dem Land oder sind Sie in der Stadt?

Stefanie Rothermel (Bundesvorsitzende der Katholischen Landjugendbewegung): Gerade erreichen Sie mich in der Stadt, weil ich gerade bei der Arbeit bin. Wie so viele lebe ich auf dem Land, aber arbeite in der Stadt.

DOMRADIO.DE: Was reizt Sie ganz persönlich am Leben auf dem Land?

Rothermel: Der erste Grund ist ganz einfach; ich komme vom Land, bin da aufgewachsen und komme da einfach nicht mehr weg. Und der zweite Grund ist, dass das Landleben einfach sehr selbstbestimmt und oftmals auch sehr ruhig ist. Natürlich gibt es weite Wege, aber grundsätzlich ist es einfach schön, in einem Dorf zu wohnen, wo jeder jeden kennt und jeder jeden grüßt; wo man sich einfach wohlfühlen kann.

DOMRADIO.DE: Wenig Kultur, unzureichende medizinische Versorgung, schlechte demographische Entwicklung – eigentlich spricht doch ziemlich viel gegen ein Leben fernab der Metropolen. Fehlt das nicht auf dem Land?

Rothermel: Ich glaube schon, dass es oft nicht ganz einfach ist, weil man weite Wege zurücklegen muss – nicht nur dann, wenn man mal ins Kino oder in ein Konzert gehen will, sondern auch, wenn man eine Apotheke oder einen Arzt braucht. Aber in dieser hektischen Zeit, in der wir leben – wo sich dauernd irgendwas verändert und ständig viele neue Dinge passieren – ist es vielleicht einfach angenehm, da zu Hause zu sein, wo nicht so viel passiert und wo es ruhiger ist. Da, wo man lebt, wo andere Urlaub machen und wo man zur Ruhe kommen kann. Und das findet man auf jeden Fall auf dem Land.

DOMRADIO.DE: Der Wohnraum in den Städten wird knapper. Die Mieten steigen. Die Verkehrsbelastung wird schlimmer. Die Kindergartenplätze werden weniger. Wie erleben Sie diese städtischen Probleme auf dem Land?

Rothermel: Genauso sind die auf jeden Fall nicht. Die Mieten werden auch teurer. Es wird bestimmt nicht einfacher ein Grundstück zu finden, um zu bauen. Dennoch ist es möglich. Kindergartenplätze gibt es auf dem Land natürlich auch nicht unbegrenzt und oftmals sind es weniger als in der Stadt. Aber natürlich gibt es auch weniger Kinder auf dem Land, die diese Plätze in Anspruch nehmen. Ich glaube schon, dass man auf dem Land auch viele Vorteile hat, die man auf den ersten Blick vielleicht nicht immer sieht.

DOMRADIO.DE: Sie sind die Vorsitzende der Katholischen Landjugendbewegung. Wie setzt sich der Verband für die Lebensqualität auf dem Land ein?

Rothermel: Wir fragen uns, was es auf dem Land bräuchte, damit Menschen da noch lieber wohnen wollen – vor allem nicht nur wohnen, sondern auch arbeiten. Wir setzen uns zum Beispiel dafür ein, dass auf dem Land mehr Arbeitsplätze geschaffen werden und Behörden dezentraler sind. Wir setzen uns dafür ein, dass die ÖPNV-Anbindung auf dem Land besser wird, damit man auch schneller mal ohne Auto in die Stadt kommt oder dahin, wo es etwas gibt, was man braucht. Und wir setzen uns auch dafür ein, dass auf dem Land viele Gehör finden und selber mitbestimmen können. Und das geht auf jeden Fall schneller als in der Stadt, weil auf dem Land die Wege ein bisschen kürzer sind – zum Bürgermeister oder sonst wohin.

Das Interview führte Renardo Schlegelmilch.

(DR)

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