Licht aus für den Klimaschutz: Der Kölner Dom im Dunkeln
"Earth Hour" 2014 in Köln

24.03.2018

"Earth Hour" setzt Zeichen für den Klimaschutz Stunde mit Symbolkraft

Die jährliche "Earth Hour" nahm am Abend wieder die Klimakrise in den Fokus. Millionen Menschen, Städte und Wahrzeichen auf der ganzen Welt machten um 20.30 Uhr für eine Stunde das Licht aus.

DOMRADIO.DE: So viele Tierarten, in den verschiedensten Lebensräumen, sind alle vom Aussterben bedroht. Welche Rolle spielt dabei der Klimawandel?

Immo Fischer (Pressesprecher WWF in Berlin): Im Momemt spielt der Klimawandel noch eine relativ geringe Rolle, zurzeit ist es vor allem die Zerstörung ihrer Lebensräume und die Wilderei – insbesondere bei Tieren wie Elefant oder Nashorn. Das wird sich aber massiv ändern. Erst letzte Woche hat der WWF eine Studie herausgebraucht, die sich mit den 35 wichtigsten Naturregionen der Welt und vor allem die Regenwälder beschäftigt, in denen die meisten Tiere und Pflanzen zu Hause sind. Dort drohen wegen der steigenden Temperaturen bis zur Hälfte aller Tier- und Pflanzenarten zu verschwinden.

Die Tiere und Pflanzen sind den neuen Lebensumständen nicht mehr angepasst, sie müssten eigentlich abwandern, aber können das in der Regel nicht, weil sie dann ganz schnell mit den Menschen in Konflikt kommen. So ist die Situation schon recht dramatisch.

DOMRADIO.DE: Ist die "Earth Hour" eine rein symbolische Aktion oder bringt sie zusätzlich auch messbar etwas – zumindest in der besagten Stunde – für eine bessere Klimabilanz? 

Fischer: Würde man jetzt die Stromersparnisse weltweit zusammenzählen, bin ich sicher, käme eine Menge heraus. Aber klar ist auch: Eine Stunde Licht pro Woche aus, rettet die Welt nicht. Deswegen geht es hier vor allen Dingen um die Symbolik, und darum, Aufmerksamkeit zu schaffen und dazu aufzurufen, dass jeder im Alltag etwas macht, nur dann kommen wir wirklich einen Schritt voran.

DOMRADIO.DE: Was müsste konkret geschehen, um den Klimawandel und das Artensterben noch aufzuhalten? 

Fischer: Der Aufruf richtet sich letztlich an alle, an Politik, Wirtschaft, aber auch an die Privatverbaucher. Wenn wir nach Deutschland in die Politik schauen, da bräuchten wir so schnell wie möglich einen Ausstieg aus der Kohle, der mit Abstand schmutzigsten Art der Energiegewinnung. Wenn wir uns jetzt fragen, was kann jeder Einzelne tun, dann sind es häufig so kleine Sachen im Alltag, die den Unterschied machen.

Zum Beispiel, dass man häufiger das Auto stehen lässt, mehr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahhrad fährt. Ein wichtiges Feld ist auch die Ernährung, dass man vielleicht auch mal weniger und besseres Feisch isst, denn die Fleischproduktion hat einen riesen Anteil am Ausstoß der Klimagase. Man kann auch auf regionale Produkte achten. Das sind alles Sachen, die einem selber gut tun und gleichzeitig tut man dem Klimaschurzt einen großen Gefallen.

Das Gespräch führte Tommy Millhome.

(DR)

Im Video: Täglicher Gottesdienst

Sehen Sie hier den täglichen Gottesdienst aus dem Kölner Dom. An Werktagen ab 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr in der Mediathek.

Morgenimpuls mit Schwester Katharina

Schwester Katharina Hartleib aus Olpe begleitet Sie mit spirituellen Impulsen in den Tag.

Das neue Bischofsquartett

Endlich: Die aktualisierte neue Auflage des Bestsellers ist da! Ab sofort ist das neue Bischofsquartett bestellbar.

DOMRADIO.DE auch auf Alexa

Gottesdienste, Nachrichten und das Evangelium – jetzt täglich auch auf Ihrem Echo und Echo Show!

Der gute Draht nach oben!

Tageskalender

Radioprogramm

  • Tageskalender
  • 18.06.
06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO Der Morgen

  • DOMRADIO-Blickpunkt: Wie Kindern die Eucharistie erklären
  • Jüdisches Leben in Köln - Israel-Tag feiert Städtepartnerschaft
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Festival "Africologne" – Kunst und Kultur eines Kontinents
  • "Im schlimmsten Fall geht alles gut" – 60 Gründe zu vertrauen
  • Evangelischer Kirchentag in Dortmund – "Christen gegen Rechtsextremismus"
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Festival "Africologne" – Kunst und Kultur eines Kontinents
  • "Im schlimmsten Fall geht alles gut" – 60 Gründe zu vertrauen
  • Evangelischer Kirchentag in Dortmund – "Christen gegen Rechtsextremismus"
15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Tag für Afrika
15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Tag für Afrika
19:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

  • DOMRADIO-Blickpunkt: Wie Kindern die Eucharistie erklären
  • Evangelischer Kirchentag in Dortmund – "Christen gegen Rechtsextremismus"
  • "Im schlimmsten Fall geht alles gut" – 60 Gründe zu vertrauen
22:00 - 22:30 Uhr

DOMRADIO Nachtgebet

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…

Der tägliche Impuls von Weihbischof Puff