Arzneimittel
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08.03.2016

Bundesbürger geben 328 Milliarden Euro für Gesundheit aus Stetige Steigerungen

Die Gesundheitsausgaben sind deutlich höher als der Bundeshaushalt. 2014 gaben die Bundesbürger einen Rekordwert von 328 Milliarden Euro aus. Deutliche Anstiege gab es bei Arzneimittelkosten und Pflege.

Die Deutschen geben immer mehr Geld für Gesundheit aus. 2014 stiegen die Aufwendungen auf einen neuen Rekordwert von 328 Milliarden Euro. Das waren 13,3 Milliarden Euro beziehungsweise 4,2 Prozent mehr als 2013, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Die Gesundheitsausgaben liegen damit deutlich höher als der Bundeshaushalt des Jahres 2015, der rund 299,1 Milliarden Euro umfasste.

Höchstwert bei Pro-Kopf-Ausgaben

Auch bei den Pro-Kopf-Ausgaben wurde ein neuer Höchstwert erreicht: Auf jeden Einwohner entfielen 4.050 Euro. Im Jahr 2013 waren es 3.902 Euro. Vergleicht man die Gesundheitsausgaben allerdings mit dem Brutto-Inlandsprodukt, zeigt sich eine mehrjährige Stabilität. Der Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt lag im Jahr 2014 wie im Jahr davor bei 11,2 Prozent. Erstmals 1996 hatte er die zehn Prozent übersprungen; den höchsten Wert seit der Wiedervereinigung erreichte er mit 11,4 Prozent im Jahr 2009.

Im europäischen Vergleich liegt Deutschland beim Verhältnis von Bruttoinlandsprodukt und Gesundheitsausgaben regelmäßig in der Spitzengruppe, und zwar zusammen mit den Niederlanden, Schweden und der Schweiz. Deutlich höher liegen nach einer OECD-Studie aus dem Jahr 2015 allein die USA. Sie kamen 2013 auf einen BIP-Anteil der Gesundheitsausgaben von 16,4 Prozent.

Anstieg bei Pflegekosten und Arzneimittelausgaben

Die Gründe für den permanenten Anstieg der Gesundheitskosten in Deutschland sind Jahr für Jahr unterschiedlich. In diesem Jahr machen sich nach Angaben des zuständigen Experten beim Statistischen Bundesamt, Moritz Mannschreck, vor allem der Anstieg bei den Pflegekosten und bei den Arzneimittelausgaben bemerkbar. So stiegen die Ausgaben allein für die ambulanten Pflegeeinrichtungen um 7,8 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro. Die pflegerischen Leistungen machten insgesamt 82,8 Milliarden Euro aus - eine deutliche Auswirkung des demographischen Wandels.

Die Ausgaben für Arznei- und Hilfsmittel stiegen 2014 von 85,3 auf 90,4 Milliarden Euro. Kräftige Preissteigerungen führten dazu, dass die Bundesbürger für Medikamente rund 52 Milliarden Euro ausgaben.

Gesetzliche Krankenversicherung größter Ausgabenträger

Größter Ausgabenträger im Gesundheitswesen ist die gesetzliche Krankenversicherung. Ihre Ausgaben beliefen sich laut Statistikamt im Jahr 2014 auf 191,8 Milliarden Euro und lagen damit um 10,1 Milliarden Euro über den Ausgaben im Jahr zuvor. Die Ausgaben der privaten Krankenkassen betrugen 29,3 Milliarden Euro. Das waren 200 Millionen Euro mehr als im Jahr 2013. Der Anteil der privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck sank hingegen leicht auf 13,2 Prozent.

Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, erklärte zu den Zahlen, trotz einer älter werdenden Gesellschaft explodierten die Gesundheitsausgaben nicht. Damit würden diejenigen Lügen gestraft, die behaupteten, man sei den Herausforderungen einer alternden Gesellschaft nicht gewachsen.

Christoph Arens
(KNA)

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