Was bringt der "Synodale Weg"?
Beratungen über Reformen - synodaler Weg

26.12.2020

Wie geht es weiter auf dem Synodalen Weg? Mehr Zündstoff

Corona hat den Synodalen Weg der deutschen Kirche deutlich verlängert. Doch die Pandemie ist nicht die einzige Hürde auf der Strecke - beileibe nicht.

Ein Tagesordnungspunkt bei der nächsten Etappe des Synodalen Weges zur Zukunft kirchlichen Lebens in Deutschland scheint schon einmal festzustehen: Wenn die Mitglieder der Synodalversammlung am 4. und 5. Februar zu einer Videokonferenz zusammenkommen, wollen sie sich unter anderem über den Stand der Missbrauchsaufarbeitung austauschen.

Die Debatte um Vertuschung im Erzbistum Köln und der mögliche Missbrauchsskandal um die unter anderem in Speyer tätige Ordensgemeinschaft der Niederbronner Schwestern lassen vermutlich auch keine andere Wahl.

Neue Hürden für den Synodalen Weg

Der Synodale Weg, vor einem Jahr von den katholischen Bischöfen und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) ins Leben gerufen, um nach den Missbrauchsskandalen der Vergangenheit verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen, hat mit Köln und Speyer neue Hürden vor sich. Zugleich läuft die Suche auf Hochtouren, auf welchen Pfaden Inhalte und Ziele des Reformdialogs besser an die Öffentlichkeit gelangen.

ZdK-Präsident Thomas Sternberg will den Schulterschluss über die deutschen Grenzen hinweg suchen und den Austausch mit den internationalen Beobachtern des Reformprojektes intensivieren. Offenbar auch, um in Rom dem Eindruck entgegenzuwirken, ein Teil der deutschen Katholiken befinde sich auf Abwegen.

Bei der digitalen ZdK-Vollversammlung Mitte Dezember trat Sternberg Wahrnehmungen entgegen, dass in Deutschland zwei etwa gleich große Gruppen von Konservativen und Progressiven "aufeinanderprallen" würden. Richtig sei vielmehr: Eine große Mehrheit habe die Bereitschaft, neue Wege zu gehen.

Als Wegweiser dafür sollen die Arbeiten der vier Foren dienen, in denen die Beschlussvorlagen für die Synodalversammlung erstellt werden. Noch sind die Arbeitsgruppen in sehr unterschiedlichem Tempo unterwegs. Während das Forum zum Thema Macht ein quasi fertiges Dokument vorweisen kann, beraten im Forum zu priesterlicher Lebensform vier Untergruppen über Einzelaspekte wie "Verwundungen durch priesterlichen Machtmissbrauch".

"Texte mit kontroversen Synopsen sind nicht vorgesehen"

Die hitzigsten Diskussionen dürfte es in den beiden Foren zur Rolle der Frauen und zur Sexualmoral geben. Zusätzlichen Zündstoff könnte eine Mitte November vom Sekretariat des Synodalen Weges versandte Handreichung zur "Struktur der Texte" liefern. "Texte mit kontroversen Synopsen sind nicht vorgesehen", heißt es darin.

Erklärtes Ziel ist, die Verständlichkeit und letzten Endes auch die Durchschlagskraft der Papiere des Reformdialogs zu erhöhen. Inzwischen dämmert manch einem, dass man mit theologischer Fachsprache und gelehrten Diskursen wohl kaum öffentlich Gehör findet.

Bereits auf dem Weg dorthin, so ist aus dem ZdK zu hören, sollten Sternberg und seine Vize Karin Kortmann als Mitglieder des Synodalpräsidiums stärker vorangehen und Führungsarbeit leisten. Die Bischöfe seien durch die immer neuen Missbrauchsenthüllungen wie paralysiert. Das ZdK dagegen könne Motor für Veränderungen sein.

Will das höchste Gremium der katholischen Laien Deutschland diese Rolle übernehmen, wäre etwas mehr Öffentlichkeitsarbeit hilfreich. Bereits jetzt macht sich das altersbedingte Ausscheiden des langjährigen Pressesprechers Theodor Bolzenius bemerkbar. Damit verbunden ist die Gefahr, dass die Zahl der medialen Zuschauer am synodalen Wegesrand weiter sinken könnte.

Joachim Heinz
(KNA)

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