Papst Franziskus beim Angelus-Mittagsgebet am Fenster (Archiv)
Papst Franziskus beim Angelus-Mittagsgebet am Fenster (Archiv)

18.04.2021

Papst Franziskus hält Mittagsgebet wieder auf dem Petersplatz "Es gibt kein Christentum auf Distanz"

Erstmals seit einem Monat hat Papst Franziskus das Mittagsgebet am Sonntag wieder auf dem Petersplatz gesprochen. In seiner Ansprache mahnte das Kirchenoberhaupt, Christsein sei "nicht in erster Linie eine Lehre oder ein moralisches Ideal".

Es gehe vielmehr um eine lebendige Beziehung zum auferstandenen Jesus Christus. Dabei gebe es "kein Christentum auf Distanz", so Franziskus.

Stattdessen lebe der Glaube vom "Anschauen, Berühren und miteinander essen", erläuterte der Papst unter Bezug auf das Evangelium dieses Sonntags. Darin begegnet der auferstandene Jesus den ungläubig staunenden Jüngern und fordert sie auf, ihn anzuschauen und zu berühren, bevor er mit ihnen isst. Diese Tätigkeiten "spiegeln in gewissem Sinne unser persönliches und gemeinschaftliches Leben wider", so der Papst.

Miteinander essen ist mehr als Nahrungsaufnahme

Jemanden anzuschauen ist laut Franziskus "ein erster Schritt gegen die Gleichgültigkeit, gegen die Versuchung, unser Gesicht von den Schwierigkeiten und Leiden anderer abzuwenden". Insofern sei dies ein Sehen mit Liebe. Diese jedoch verlange nach Nähe und Kontakt.
Miteinander zu essen stille schließlich nicht nur das Bedürfnis, sich "zu ernähren, um zu leben". "Essen, wenn wir es gemeinsam tun, in der Familie oder unter Freunden, wird auch zu einem Ausdruck der Liebe, der Gemeinschaft, des Festmahls", sagte der Papst.

Zunehmende Militarisierung in Ostukraine kritisiert

Papst Franziskus kritisierte beim Mittagsgebet die zunehmende Gewalt und Aufrüstung in der östlichen Ukraine. "Mit Sorge verfolge ich die Entwicklung in Teilen der Ostukraine." In dem Land habe es in den vergangenen Monaten eine Reihe von Waffenstillstandsverletzungen gegeben; sehr beunruhigt beobachte er die zunehmenden militärischen Aktivitäten, so das Kirchenoberhaupt.

Er hoffe sehr, mahnte Franziskus eindringlich, dass die Beteiligten sich darum bemühen, gegenseitiges Vertrauen aufzubauen. Zudem müssten weitere friedensschaffende Maßnahmen ergriffen werden. Dies sei so notwendig wie von den Menschen sehnlichst erwartet. Er sei diesen notleidenden Menschen nahe, sagte der Papst und betete mit den Menschen auf dem Platz für die Bevölkerung in der Ukraine.

Zugang zum Petersplatz auf 200 Personen begrenzt

Beim ersten Mittagsgebet des "Regina coeli" seit Mitte März sprach Franziskus wieder vom Fenster des Apostolischen Palastes aus direkt zu den Menschen auf dem Petersplatz. Pandemiebedingt blieb der Zugang begrenzt; so dass dort etwa 200 Personen versammelt waren. Seit dem 21. März hatte Franziskus den Sonntagstermin ins Innere des Apostolischen Palastes verlegt, von wo aus seine kurze Ansprache übertragen wurde.

(KNA)

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