Angelus-Gebet im Vatikan
Angelus-Gebet im Vatikan

05.01.2020

Papst Franziskus beim Angelus-Gebet Mahnung zu Selbstbeherrschung

Papst Franziskus hat angesichts der derzeitigen "furchtbaren Spannungen" vor drohenden Kriegen gewarnt. "Krieg bringt nur Tod und Zerstörung", sagte er am Sonntag beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz.

Das Kirchenoberhaupt rief alle Beteiligten auf, an "Selbstbeherrschung und Dialog" festzuhalten. Die aktuellen Spannungen im Mittleren Osten erwähnte er nicht eigens.

Gleichzeitig bekräftigte Franziskus seine jüngsten Appelle zu mehr Friedensanstrengungen und erinnerte "an die Verpflichtung, die wir zum Jahreswechsel am Weltfriedenstag eingegangen sind". Für einen kurzen Moment bat er die mehreren zehntausend Besucher auf dem Platz um ein stilles Gebet für Frieden.

Das Wort wurde Mensch

Bei seinem Angelus-Gebet ging der Papst auf die Fleischwerdung des Wortes Gottes und den göttlichen Heilsplan ein. Er ging dabei zunächst vom Johannesevangelium aus, das von der Fleischwerdung Gottes in Jesus erzählt (vgl. 1,1-18).

"Das ewige Wort, der Sohn Gottes, wurde Fleisch (vgl. 14). Er kam nicht nur, um im Volk zu wohnen, sondern er wurde auch einer der Menschen, einer von uns! Nach diesem Ereignis haben wir, um uns im Leben zu orientieren, nicht mehr nur ein Gesetz, eine Institution, sondern eine Person, eine göttliche Person, Jesus, der unser Leben leitet und uns vorangehen lässt, weil er es zuerst getan hat."

Papst: Weihnachten geht weiter, wenn wir Liebe weitergeben

Das Weihnachtsfest feiert nach Worten von Papst Franziskus kein Märchen, sondern offenbart Gottes Plan für den Menschen und seine Welt. Diese "ebenso großartige wie einfache Botschaft" lasse jeden Christen fragen: "Welches konkrete Projekt hat Gott mit mir vor, wenn er seine Geburt unter uns erneuert?" Die Bedeutung von Weihnachten, so Franziskus, laute schlicht: "Wenn Gott weiterhin in unsere Mitte kommt", dann "damit jeder von uns dieses Geschenk in konkrete Taten übersetzen kann".

(KNA, VN)

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