Papst Franziskus besucht das erste Mal Rumänien.
Papst Franziskus besucht das erste Mal Rumänien.
Papst Franziskus empfängt Sinti und Roma
Papst Franziskus empfängt Sinti und Roma

02.06.2019

Papst Franziskus trifft Roma-Vertreter in Rumänien Papst bittet Roma um Vergebung für Diskriminierung

Das Oberhaupt der katholischen Kirche bat bei einem Besuch in einem Roma-Viertel im rumänischen Blaj die Menschen um Vergebung für Misshandlung und Diskriminierung. "In der Kirche Christi ist Platz für alle", betonte Franziskus gegenüber den Roma.

Papst Franziskus hat in Rumänien die Gemeinschaft der Roma um Vergebung für historisches Unrecht gebeten. Auch Katholiken seien an ihrem «großen Leid» nicht unbeteiligt, sagte der Papst bei einem Treffen mit Roma am Sonntag in Blaj. "Im Namen der Kirche bitte ich den Herrn und euch um Vergebung dafür, wenn wir euch im Laufe der Geschichte diskriminiert, misshandelt oder falsch angeschaut haben", so Franziskus wörtlich.

Der Besuch des Kirchenoberhaupts im Roma-Viertel der siebenbürgischen Kleinstadt Blaj war der letzte Programmpunkt seiner dreitägigen Rumänienreise. Die Roma bilden mit einem Anteil von 3,3 Prozent laut der letzten Volkszählung von 2011 die drittgrößte Bevölkerungsgruppe in Rumänien. Nach statistischen Angaben leben 80 Prozent in Häusern ohne Wasser- und Stromanschluss, 77 Prozent der Kinder brechen die Schulausbildung vorzeitig ab.

"In der Kirche Christi ist Platz für alle"

Franziskus sagte, er komme mit einer Last im Herzen. "Es ist die Last der Diskriminierungen, der Segregation und der Misshandlungen, die eure Gemeinschaft erlitten hat", so der Papst. "In der Kirche Christi ist Platz für alle", betonte er. Die Roma rief er auf, Ängste hinter sich zu lassen und in gegenseitigem Vertrauen nach Brüderlichkeit zu suchen.

Der Weg der Vergebung, der Weg Jesu, sei "ein mühsamer Weg, aber der Weg, der zum Frieden führt". Roma dürften keine Angst haben, das, was ihre Identität ausmache, mit anderen zu teilen. "Versagt der Gesellschaft, in der ihr lebt, nicht diese Gaben", sagte der Papst.

Roma wünschen Ausgrenzung zu überwinden

Dabei erinnerte er vor allem an Zusammenhalt der Großfamilie. Zugleich sollten Roma bereit sein, "all die guten Dinge anzunehmen, die euch andere anbieten und bringen können". Ein Priester der Roma-Gemeinde hatte den Papst im "Randbezirk der Randbezirke" willkommen geheißen. Der Besuch von Franziskus rücke auch den Wunsch der Roma nach Inklusion und gesellschaftlicher Teilhabe in den Blick. Sie wollten in Rumänien und anderswo Diskriminierung und Segregation überwinden, so der Geistliche.

(KNA)

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