Papst Franziskus auf seinem Papamobil
Papst Franziskus auf seinem Papamobil

15.05.2019

Papst erinnert an Attentat auf Johannes Paul II. Mütterlicher Schutz

Papst Franziskus hat am Mittwoch bei seiner Generalaudienz des Attentats auf Johannes Paul II. vom 13. Mai 1981 gedacht. Franziskus unterstrich, dass der polnische Papst den Angriff als Wirken der Gottesmutter aufgefasst habe.

Er erinnerte daran, dass sein Vorgänger sein Überleben des Angriffs auf dem Petersplatz als Wirken der Mutter Gottes beschrieb. Franziskus lud dazu ein, in Gedenken daran den Rosenkranz zu beten. "Hören wir auf diese Empfehlung und bitten wir Maria um ihren mütterlichen Schutz, das Geschenk der Bekehrung, den Geist der Buße und Frieden für die ganze Welt", sagte das Kirchenoberhaupt bei den Grüßen an die Pilger polnischer Sprache.

Papst Johannes Paul II. (1978-2005) war bei der Generalaudienz am 13. Mai während seiner Fahrt im offenen Jeep auf dem Petersplatz von mehreren Schüssen getroffen worden. Er überlebte trotz schwerer innerer Blutungen. Später berichtete er, während des Attentats den Schutz der Madonna von Fatima gespürt zu haben. Es sei kein Zufall gewesen, dass er gerade an ihrem Gedenktag den schweren Angriff überlebte.

Flüchtlingskinder im Papamobil

Mit acht Flüchtlingskindern im Papamobil hat der Papst einige Runden über den Petersplatz gedreht. Die Kinder waren am 29. April über einen humanitären Korridor aus Libyen sowie vor einigen Monaten per Boot nach Italien gekommen, wie das vatikanische Presseamt mitteilte. Sie stammen unter anderem aus Syrien, Nigeria und dem Kongo und werden laut Vatikan derzeit mit ihren Familien in einem Sozialzentrum in Rocca di Papa bei Rom betreut.

Franziskus nimmt bei seiner Fahrt auf dem Papamobil vor Beginn seiner Generalaudienz häufiger Kinder mit. Bei seinen abschließenden Grüßen an Pilger italienischer Sprache erwähnte er ausdrücklich auch "die Flüchtlinge, die aus Libyen gekommen sind". Er rief dazu auf, im Marienmonat Mai dem Vorbild der Mutter Gottes zu folgen: "Seid mutig und öffnet eure Herzen für Gott und die Geschwister, um Werkzeuge der Barmherzigkeit und Zärtlichkeit Gottes zu sein", sagte der Papst.

Niemand ist vor dem Bösen gefeit 

Kein Mensch ist vor dem Bösen gefeit, meint Franziskus bei Ausführungen über das Vaterunser. Das Kirchenoberhaupt ging besonders auf die Bitte "Erlöse uns von dem Bösen" in dem für Christen zentralen Gebet ein. "Keiner unter uns kann sagen, dass er frei von Bösem ist oder nicht wenigstens versucht wird", so der Papst.

Er verwies auf die göttliche Vergebung und die Auferstehung Jesu als große Hoffnung der Christen. Die letzte Bitte des Vaterunser richtet sich laut Franziskus gegen verschiedene Erfahrungen des Bösen, wie etwa Trauer, unschuldiges Leiden, Sklaverei, Instrumentalisierung anderer oder das Weinen unschuldiger Kinder. Christen wüssten um die Macht des Bösen, zugleich aber auch darum, dass Jesus ihnen beistehe. "Das Vergeben Jesu am Kreuz löst den wahren Frieden aus, er kommt von dort", sagte der Papst.

(KNA)

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