Papst Franziskus empfängt Repräsentanten der deutschen katholischen Journalistenschule ifp
Papst Franziskus empfängt Repräsentanten der deutschen katholischen Journalistenschule ifp
Katholische Journalistenschule ifp
Katholische Journalistenschule ifp

09.11.2018

Papst empfängt deutsche katholische Journalistenschule Verbale Schulterklopfer

Willkommen zur Privataudienz: Papst Franziskus hat am Freitag 360 Absolventen und Auszubildende der deutschen katholischen Journalistenschule ifp empfangen. In seiner Ansprache mahnte der Papst zu einem kritischen und engagierten Journalismus.

Medienvertreter dürften sich nicht mit den Verhältnissen abfinden, "wie sie sind oder wie einige wenige entschieden haben, dass sie sein sollen". Journalismus sei ein "Auftrag und eine Verpflichtung", so der Papst.

Ermunternde Worte

Franziskus erinnerte daran, die Journalistenschule der katholischen Kirche in Deutschland sei vor 50 Jahren im Anschluss an das Zweite Vatikanische Konzil gegründet worden, um Verantwortung für Menschen in den Medien zu übernehmen. Deutschland könne sich "glücklich schätzen", in säkularen wie in kirchlichen Medien zahlreiche Absolventen dieses Instituts zu haben. Die Medienschaffenden ermutigte der Papst, auf die "befreiende Wahrheit Christi" zu vertrauen.

Der Journalistische Direktor des ifp, Bernhard Remmers, erinnerte in seinem Grußwort an die Verunglimpfung von Medien als "Lügenpresse" und an kommerziellen Druck. Auch innerhalb der Kirche werde journalistisches Nachfragen teils kritisch gesehen. Dennoch müssten Berichterstatter den Finger in offene Wunden legen. "Unsere Gesellschaft braucht Wahrheit, genauso wie die Kirche", sagte Remmers.

Der Geistliche Direktor, der Kapuziner Helmut Rakowski, hob die Medienarbeit als besondere Aufgabe katholischer Laien hervor. Im ifp sollten "Christen befähigt werden, ihren Auftrag in den Medien wahrzunehmen". Dabei verwies er auch auf das aktuelle Umfeld von "Zäunebauern und Vereinfachern".

Jahrestreffen in Rom

Anlässlich seines 50-jährigen Bestehens veranstaltete das "Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses" (ifp) sein Jahrestreffen in Rom. Seit seiner Gründung bildete das von der Deutschen Bischofskonferenz finanzierte Institut mehr als 3.000 Journalisten aus. Diese arbeiten im öffentlichen wie privaten Rundfunk, bei Tageszeitungen, Zeitschriften, Pressestellen oder kirchlichen Medien.

Bei dem dreitägigen Jahrestreffen in Rom führen die insgesamt 380 Journalisten Gespräche mit örtlichen Journalisten, Kurienvertretern und Diplomaten. Gesprächspartner sind unter anderem der für Entwicklungs- und Menschenrechtsfragen zuständige Kurienkardinal Peter Turkson, weitere Kurienvertreter sowie der Nachrichtenchef von Vatican News, der Jesuit Bernd Hagenkord.

(KNA)

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