Papst Franziskus in der Christmette
Papst Franziskus in der Christmette
Papst Franziskus in der Christmette
Papst Franziskus in der Christmette

24.12.2017

Papst ruft bei Christmette zu Mitgefühl für Verfolgte auf Aus Angst muss Liebe werden

Franziskus vergleicht in seiner Christmette das Schicksal von Maria und Josef mit heutigen Flüchtlingen. Der Papst sagt: Aus Angst vor Fremden muss Liebe werden.

An Heiligabend hat Papst Franziskus im Vatikan die Christmette gefeiert. Zu der Messe versammelten sich zahlreiche Kardinäle und Bischöfe sowie Tausende Besucher im Petersdom. Gemäß dem Thema des Gottesdienstes, der Geburt Jesu in einem Stall zur Zeit des Kaisers Augustus, wurde vor allem für Regierende und für die Familie gebetet. Eine Fürbitte war der Jugend gewidmet. Die Fürbitten wurden auch auf Chinesisch, Arabisch und Bengali vorgetragen.

Zu Beginn der Feier verehrte das Kirchenoberhaupt von weltweit rund 1,2 Milliarden Katholiken eine Figur des Jesuskindes vor dem Hauptaltar. Kinder aus aller Welt brachten Blumengebinde; sie kamen etwa aus China, Afrika, der Schweiz sowie aus Chile und Peru. Die letzteren beiden Länder besucht Franziskus Mitte Januar.

In seiner Predigt erinnerte Franziskus besonders an Vertriebene und warb für eine Willkommenskultur. Weihnachten müsse die Menschen aus ihrer Gleichgültigkeit aufwecken und die Augen für das Leid der Menschen öffnen, sagte er bei der Christmette. Auch heute gebe es "Millionen Menschen, die nicht freiwillig gehen, sondern gezwungen sind, sich von ihren Lieben zu trennen, weil sie aus ihrem Land vertrieben werden", so Franziskus.

Vertrauen aufbauen

Der Grund zur Flucht sei heute oft einzig und allein die Hoffnung zu überleben, betonte der Papst. Es gehe darum, "die aktuellen Nachfolger des Herodes zu überleben, die zur Durchsetzung ihrer Macht und zur Mehrung ihrer Reichtümer nicht davor zurückschrecken, unschuldiges Blut zu vergießen". Franziskus warb stattdessen für Nächstenliebe: Weihnachten sei der Zeitpunkt, um "die Kraft der Angst in eine Kraft der Liebe zu verwandeln".

Der Papst rief die Christen auf, "inmitten von Spannungen und Konflikten" Gastfreundschaft zu fördern. Auch Maria und Josef seien damals gezwungen gewesen, ihre Heimat zu verlassen. Zu Weihnachten wandte sich Franziskus ausdrücklich gegen Misstrauen gegenüber Fremden sowie Menschen am Rande der Gesellschaft. Gerade ihnen habe der Engel die Frohe Botschaft der Geburt Jesu verkündet. Christlicher Glaube bedeute, so der Papst, "einer neuen Auffassung des Sozialen Raum zu geben und keine Angst zu haben, neue Formen der Beziehung auszuprobieren, in denen niemand das Gefühl haben muss, in dieser Welt keinen Platz zu haben".

Franziskus setzt sich seit Beginn seines Pontifikats besonders für Migranten und Ausgegrenzte ein. Bei der Christmesse im vergangenen Jahr hatte er an die Kinder erinnert, die im Krieg oder auf der Flucht aufwachsen. Am ersten Weihnachtsfeiertag am Montag - dem Höhepunkt der Weihnachtsfeierlichkeiten im Vatikan - wird Franziskus auch den traditionellen Segen "Urbi et Orbi" spenden.

Die Weihnachtsfeiern im Vatikan finden, wie inzwischen üblich, unter hohen Sicherheitsvorkehrungen statt. Zugang zum Petersdom wurde nur nach Kontrolle gewährt; rund um den Vatikan waren verstärkt Polizei und Armee zu sehen.

(KNA, dpa)

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