Papst Franziskus
Papst Franziskus

05.11.2017

Papst gegen Titelsucht und Doppelmoral bei Amtsträgern "Bescheidenheit das Wichtigste"

Das Oberhaupt der katholischen Kirche wünscht sich von Amtsträgern Bescheidenheit und, dass sie als gutes Beispiel vorangehen. Er bedaure Menschen, die der Eitelkeit und Ehre hinterherliefen.

Papst Franziskus hat Doppelmoral auch bei Kirchenführern beklagt. Ein "häufiger Defekt" bei staatlichen wie auch kirchlichen Amtsträgern sei, an andere Forderungen zu stellen, die man selbst nicht erfülle, sagte der Papst beim Mittagsgebet am Sonntag auf dem Petersplatz. Die Stärke der Autorität liege vor allem im guten Beispiel. Schlecht ausgeübte Amtsgewalt werde hingegen bevormundend, lasse die Menschen nicht wachsen und erzeuge Misstrauen, Feindseligkeit und Korruption.

Die Versuchung zu Standesdünkel und Titelsucht sei "nicht immer leicht zu überwinden", sagte der Papst. Er bedauere Menschen, die ihr Leben damit zubrächten, "hinter der Eitelkeit der Ehrungen herzulaufen". Christen dürften nicht nach Ehrentiteln, Amts- oder Vorrangstellungen streben. "Bescheidenheit ist wesentlich für ein Leben gemäß der Lehre Jesu", der nicht gekommen sei um sich bedienen zu lassen, sagte Franziskus.

(KNA)

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