Zeitungen: Zunahme bei Ehe-Annullierungen
Zeitungen: Zunahme bei Ehe-Annullierungen

14.09.2017

Zeitungen: Zahlen steigen seit Reform Mehr Ehe-Annullierungsverfahren

Mehr Katholiken als bisher nutzen nach einer Reform durch Papst Franziskus die Chance zur Annullierung ihrer Ehe. Das zeigen neue Zahlen, über die die "Stuttgarter Zeitung" und die "Stuttgarter Nachrichten" berichten.

Demnach wurden im Jahr 2015 in allen Bistümern Deutschlands 582 Annullierungsanträge gestellt. Im Jahr 2016 seien es dann 753 gewesen. Die Zeitungen berufen sich auf eine im Erzbistum Köln erstellte Übersicht.

Die Annullierung einer Ehe beantragen Katholiken vor allem, wenn sie nach einer Scheidung erneut heiraten wollen. Weil nach der katholischen Kirchenlehre eine Ehe als unauflöslich gilt, so lange beide Partner leben, wird nach dem Kirchenverständnis die nach einer Scheidung standesamtlich neu geschlossene Ehe zur Sünde. Das kann dem Bericht zufolge zum Ausschluss von den Sakramenten führen und kirchliche Mitarbeiter auch den Job kosten. Daher betrachteten manche Betroffene es als Lösung, die vorhergehende Ehe für ungültig erklären zu lassen.

Zweite Instanz nicht mehr zwingend notwendig

Bei den Verfahren geht es darum, ob die ursprünglich geschlossene Ehe aus kirchlicher Sicht von Anfang an unwirksam war. Das kann schon dann der Fall sein, wenn einer der beiden Ehepartner sich nicht über die nach katholischem Verständnis unauflösliche Wirkung des Ehegelöbnisses im Klaren war.

In Deutschland entscheidet eines von 22 kirchlichen Gerichten über den eingehenden Antrag. Diese Entscheidungen wurden bis 2015 von der nächsthöheren Kirchengerichts-Instanz überprüft und bei widersprüchlichen Entscheidungen von einer weiteren Instanz entschieden. Im August 2015 vereinfachte Papst Franziskus die Zuständigkeitsregeln und legte fest, dass eine zweite Instanz nicht mehr zwingend erforderlich ist.

(epd)

Im Video: Täglicher Gottesdienst

Sehen Sie hier den täglichen Gottesdienst aus dem Kölner Dom. An Werktagen ab 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr in der Mediathek.

Messenger-Gemeinde

Tageskalender

Radioprogramm

 30.09.2020
06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO - Der Morgen

  • Das erste TV-Duell: Trump vs. Biden
  • Vartikan: Kardinal Becciu geht, Kardinal Pell kommt wieder
  • Tag der Blasphemie
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Schatz in einer Kirche in Ostdeutschland gefunden
  • Planung für neue Nutzung der Kirche St. Barbara in Neuss
  • Planung für neue Nutzung der Kirche St. Barbara in Neuss
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Schatz in einer Kirche in Ostdeutschland gefunden
  • Planung für neue Nutzung der Kirche St. Barbara in Neuss
  • Planung für neue Nutzung der Kirche St. Barbara in Neuss
15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

  • Der Heilige Hieronymus, Schutzpatron der Übersetzer
  • Kirchen Wald in Bayern
  • Kirchen Wald in Bayern
15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

  • Der Heilige Hieronymus, Schutzpatron der Übersetzer
  • Kirchen Wald in Bayern
  • Kirchen Wald in Bayern
19:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

  • Zustand des Waldes nach Regen besser?
  • Schatz in Kirche gefunden
  • Tag der Blasphemie
22:00 - 22:30 Uhr

DOMRADIO Nachtgebet

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Das Heilige Jahr in Santiago de Compostela

Pilgerreise auf dem Jakobsweg mit „ne Bergische Jung“ Willibert Pauels! Jetzt anmelden für Juli 2021!

Himmelklar Podcast

durchatmen – Der Seelsorge Podcast

Weihbischof Puff: täglicher Impuls und Fürbitten

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…