Papst Franziskus
Papst Franziskus

06.05.2017

Medienkritik: Papst prangert "Kultur der Zerstörung" an "Milde ist eine Tugend"

Papst Franziskus hat eine zunehmende "Kultur der Zerstörung" unter den Menschen kritisiert. Gott habe Menschen und die Welt geschaffen, "damit wir etwas aufbauen, damit etwas wächst", sagte er am Samstag im Vatikan.

Heute gebe es jedoch sehr viel Grausamkeit, so der Papst bei einer Fragestunde mit italienischen Jugendlichen. Die 7.000 Teilnehmer waren anlässlich eines nationalen Schülertreffens für Frieden nach Rom gekommen. Franziskus rief seine Zuhörer zu Gewaltfreiheit und Milde auf. "Die Milde ist eine Tugend, die wir neu lernen, die wir in unserem Leben wiederfinden müssen", so der Papst.

"Mutter aller Bomben"

Bei der Begegnung ging Franziskus indirekt auch auf den Abwurf der größten nicht-nuklearen Bombe der USA über Afghanistan im April ein. Der Sprengkörper ist als "Mutter aller Bomben" bekannt. "Ich habe mich geschämt für den Namen einer Bombe: Mutter aller Bomben. Man stelle sich vor: Eine Mama schenkt doch eigentlich Leben - und diese bringt den Tod! Und wir nennen so einen Apparat Mama? Was ist da los?", fragte er. Auf die genaueren Umstände des Bombenabwurfs nahm er nicht Bezug. Der Papst will am 24. Mai US-Präsident Donald Trump im Vatikan empfangen.

Wahlkampf in Frankreich

Ebenfalls ohne direkt auf das eigentliche Ereignis, die TV-Debatte zwischen den französischen Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron und Marine Le Pen einzugehen, mahnte Franziskus Politiker zu mehr gegenseitigem Respekt. "Nicht als Papst, sondern als jemand, der davon gehört hat" merkte Franziskus an, dass er bei einem unlängst erfolgten Fernsehduell die Bereitschaft zum Dialog vermisst habe.

Wörtlich sagte er: "Die haben sich mit Steinen beworfen!" Weiter bezeichnete es der Papst als eine "sehr große Herausforderung" zum Dialog zu erziehen, wenn auf hohem Niveau jede Dialogkultur fehle.

Wille zum Guten

Zugleich machte Franziskus den Jugendlichen Mut, angesichts vieler negativer Nachrichten auch das Gute in der Welt zu sehen. Kritik übte er an den Medien: "Es scheint, dass wir nur Elend und Zerstörung sehen, denn das wird gekauft." Franziskus verurteilte zudem erneut, dass vielerorts allzu oft Geld anstelle der Menschen im Zentrum stehe. So gebe es Waffen-, Drogen- und Menschenhandel "nicht nur auf fernen Kontinenten, sondern hier in Europa, hier in Italien".

(KNA)

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