Papst Franziskus bei der Generalaudienz
Papst Franziskus bei der Generalaudienz
Papst Franziskus nimmt Priester Beichte ab
Papst Franziskus nimmt Priester Beichte ab

22.03.2017

Papst ruft Katholiken zur Beichte auf "Sakrament der Versöhnung wiederentdecken"

Papst Franziskus hat Katholiken zur Beichte aufgerufen. Bei seiner Generalaudienz forderte er zur regen Teilnahme an der Initiative "24 Stunden für den Herrn" auf, die an diesem Wochenende in zahlreichen Bistümern weltweit stattfindet.

Von Freitagabend bis Samstagabend nehmen wechselnde Priester in bestimmten Kirchen 24 Stunden lang ohne Unterbrechung die Beichte ab. Auch deutsche Bistümer beteiligen sich an der Aktion, die Franziskus 2014 eingeführt hatte.

"Sakrament der Versöhnung wiederentdecken"

"Ich lade alle Gemeinden ein, dieses Ereignis im Glauben zu leben und das Sakrament der Versöhnung wiederzuentdecken", sagte der Papst. Er hoffe, dass die Initiative auch in diesem Jahr in zahlreichen Kirchen eine "freudvolle Begegnung mit der Barmherzigkeit des Vaters, der alle aufnimmt und allen vergibt" ermögliche. Die Aktion "24 Stunden für den Herrn" findet weltweit am Freitag und Samstag statt.

Die Wiederbelebung dieses Sakraments, das in Deutschland und anderen westlichen Ländern zunehmend an Bedeutung verliert, ist eines der zentralen seelsorgerischen Anliegen des Papstes. Franziskus selbst hat wiederholt Gläubigen die Beichte abgenommen.

Papst: Beichtstuhl ist kein "Waschsalon"

Am Dienstag hatte der Papst beklagt, dass Katholiken die Beichte häufig falsch verstünden und ihre Sünden auf die leichte Schulter nähmen. Wer mit der Einstellung zur Beichte komme "Ich gehe hin, sage meine Sünden auf, der Priester spricht mich los, gibt mir drei Ave Maria zur Buße, und ich gehe in Frieden", habe "überhaupt nichts verstanden", sagte er in seiner Morgenmesse im Vatikan.

Der Beichtstuhl sei kein "Waschsalon", um ein paar Flecken auf dem Gewissen wegzuwaschen, so der Papst in seiner Predigt in der Kapelle des Gästehauses Santa Marta. Gott vergebe zwar restlos. Seine Barmherzigkeit sei jedoch nur dann wirklich erfahrbar, wenn man sich für seine eigenen Sünden schäme und Gott um Vergebung bitte, erklärte er in seiner Predigt. Nur so sei es auch möglich, selbst seinen Mitmenschen zu vergeben. Eine solche Scham sei eine Gnade, um die man Gott bitten müsse, betonte Franziskus.

Papst fordert sauberes Wasser für alle

Anlässlich des Weltwassertags hat Papst Franziskus das Recht jedes Menschen auf sauberes Trinkwasser angemahnt. Wasser sei ein Schatz, der allen gehöre und geschützt werden müsse, sagte das Kirchenoberhaupt auf dem Petersplatz. Auch die kulturelle und religiöse Bedeutung des Wassers sei zu würdigen. Nötig dazu seien vor allem Bildungsprogramme für Kinder und Jugendliche, so Franziskus. Er richtete sich hierbei an die Teilnehmer einer Wasser-Konferenz in Rom, die vom Päpstlichen Kulturrat und der argentinischen Sektion des "Club of Rome" organisiert wurde.

Die UN-Vollversammlung hatte das Menschenrecht auf sauberes Trinkwasser und Sanitärversorgung 2010 erstmals mit einer Resolution offiziell anerkannt. Franziskus machte sich diese Forderung in seiner Enzyklika "Laudato si" 2015 zu eigen.

"Flüchtlingskrise ist größte Tragödie seit dem Krieg"

Für Papst Franziskus ist die gegenwärtige Flüchtlingskrise die "größte Tragödie seit dem Zweiten Weltkrieg". Zum Abschluss seiner Generalaudienz forderte er zudem erneut gastfreundliche Aufnahme und Integration von Flüchtlingen. Dabei müsse den Rechten und Pflichten beider Seiten Rechnung getragen werden, so Franziskus. Er richtete sich mit diesen Worten an die Teilnehmer einer Konferenz des Flüchtlingsbüros der Italienischen Bischofskonferenz, der Stiftung "Migrantes".

(KNA)

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