Papst trifft in Assisi ein
Papst trifft in Assisi ein

20.09.2016

Papst Franziskus zum Friedenstreffen in Assisi eingetroffen "Friede nötiger denn je"

Papst Franziskus ist zum Friedenstreffen der Religionen im italienischen Assisi eingetroffen. Dort will er gemeinsam mit Muslimen, Juden, Buddhisten und Repräsentanten weiterer Glaubensgemeinschaften religiös motivierte Gewalt verurteilen.

In der umbrischen Kleinstadt wurde der Papst am Kloster des heiligen Franziskus von Assisi (1181/82-1226) unter anderen vom Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomaios I., und dem anglikanischen Primas Justin Welby begrüßt. Auch ein muslimischer, ein jüdischer und ein buddhistischer Repräsentant empfingen Franziskus.

Vor seiner Abreise im Hubschrauber betonte der Papst im Vatikan, die Vertreter aller Religionen versammelten sich in Assisi nicht zu einem "Spektakel". Es gehe darum, für den Frieden zu beten, zitiert ihn die Zeitung "Osservatore Romano" via Twitter.

Ökumenisches Gebet

Nach einem gemeinsamen Mittagessen mit den anderen Geistlichen und einigen Kriegsopfern im Franziskanerkloster ist ein kurzer Austausch zwischen dem Papst und den anderen Delegationsleitern vorgesehen. Am Nachmittag steht in der Basilika des heiligen Franziskus ein ökumenisches Gebet mit Vertreten der christlichen Konfessionen auf dem Programm. Die nichtchristlichen Delegationen beten unterdessen an anderen Orten.

Höhepunkt ist die Abschlusskundgebung des Friedenstreffens mit der Verlesung eines gemeinsamen Appells. Dazu versammeln sich alle Teilnehmer auf dem Platz vor der Basilika des Heiligen Franziskus.

Der Papst will dort eine Rede halten. Anschließend fliegt er nach Rom zurück.

Nach langer Zeit wieder mit einem Papst

In Assisi haben sich mehr als 500 Delegierte von rund einem Dutzend Religionsgemeinschaften versammelt. Aus Deutschland nehmen unter anderen der emeritierte Aachener Bischof Heinrich Mussinghoff, der emeritierte Kurienkardinal Walter Kasper sowie der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich, teil.

Das von der katholischen Gemeinschaft Sant'Egidio organisierte Friedenstreffen geht auf eine Initiative von Johannes Paul II. (1978-2005) zurück, der vor 30 Jahren am 27. Oktober 1986 erstmals die Religionen der Welt zum Gebet für den Frieden in die Heimatstadt des Friedensapostels Franz von Assisi eingeladen hatte. Seither richtete Sant'Egidio jährlich ein Friedenstreffen an wechselnden Orten aus. Das diesjährige Treffen ist das erste, an dem wieder ein Papst teilnimmt.

Franziskus hat die Katholiken weltweit für heute zum Gebet um Frieden aufgerufen. Gegenwärtig sei der Friede nötiger denn je, sagte er am Sonntag auf dem Petersplatz. "Wir alle sind aufgerufen, der Welt ein starkes Zeugnis unseres gemeinsamen Bemühens für den Frieden und die Versöhnung der Völker zu geben", so der Papst. Vorbild hierfür sei der heilige Franz von Assisi.

(KNA)

Im Video: Täglicher Gottesdienst

Sehen Sie hier den täglichen Gottesdienst aus dem Kölner Dom. An Werktagen ab 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr in der Mediathek.

Lieblingsorte im Kölner Dom

Dompropst, Dommusiker, Domlektorin, Domdechant und andere mehr: Sie alle haben uns ihre Lieblingsorte im Kölner Dom verraten.

Schabbat Shalom: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland – der Podcast

Jeden Freitag nehmen uns junge Jüd:innen in diesem Podcast mit in die Welt des Judentums. 

Tageskalender

Radioprogramm

 16.10.2021
06:30 - 11:00 Uhr

DOMRADIO Der Samstag

11:00 - 16:00 Uhr

DOMRADIO Der Samstag

11:11 - 11:15 Uhr

Wort zum Samstag

11:00 - 16:00 Uhr

DOMRADIO Der Samstag

16:00 - 19:00 Uhr

Der gute Draht nach oben!

16:00 - 19:00 Uhr

Der gute Draht nach oben!

19:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

22:00 - 22:30 Uhr

Lichterfeier aus Taize

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Himmelklar Podcast

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…

Die ganze Bibel im Ohr! Jetzt spenden!