Papst Franziskus
Papst Franziskus
Universität Eichstätt
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20.11.2015

Papst betont Bedeutung der Katholischen Uni Eichstätt-Ingolstadt "Von großem Wert"

Überraschend deutlich hat Papst Franziskus der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt den Rücken gestärkt. Sie sei "von großem Wert für ganz Deutschland", sagte er im Vatikan beim Ad-limina-Besuch der deutschen Bischöfe.

Er rief die Oberhirten auf, sich für die Hochschule einzusetzen. Der Stiftungsratsvorsitzende, Augsburgs Weihbischof Anton Losinger, zeigte sich erfreut über die Papst-Worte. Die Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) ist die einzige katholische Universität im deutschsprachigen Raum.

Chance auf Dialog mit der Gesellschaft

Franziskus sagte, die Präsenz katholischer Fakultäten an den staatlichen Bildungseinrichtungen sei eine Chance, um den Dialog mit der Gesellschaft voranzubringen. "Nutzt auch die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt mit ihrer katholischen Fakultät und den verschiedenen wissenschaftlichen Fachbereichen", fügte der Papst hinzu. Ein Engagement der gesamten Bischofskonferenz für die KU "wäre daher wünschenswert, um ihre überregionale Bedeutung zu stärken und den interdisziplinären Austausch über Fragen der Gegenwart und der Zukunft im Geist des Evangeliums zu fördern".

Bayerische Bischöfe als Träger

Träger der Katholischen Universität sind die bayerischen Bischöfe. Sie hatten jüngst ihr finanzielles Engagement um 5,5 Millionen auf jährlich 15 Millionen Euro erhöht. An der Hochschule studieren gegenwärtig rund 5.400 junge Leute. Wegen mehrerer gescheiterter Präsidentenwahlen war die Einrichtung in den vergangenen Jahren in die Schlagzeilen geraten. Im nächsten Jahr soll die vakante Spitzenposition wieder besetzt werden. Vergangene Woche konstituierte sich ein neuer Hochschulrat.

Weihbischof Losinger erfreut über Papstworte

Der KU-Stiftungsratsvorsitzende, Weihbichof Losinger, zeigte sich in einer ersten Reaktion erfreut über die Worte von Franziskus. "Dieser Papst denkt international", sagte der Augsburger Weihbischof der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Für den aus Argentinien stammenden Pontifex sei der Hintergrund katholischer Bildung ganz substanziell. Er setze auf Bildung als zentrales Element für die Lösung zahlreicher Probleme, unterstrich Losinger. Nach seinen Worten kennt der heutige Papst Eichstätt von einem Besuch im Jahr 1986.

Franziskus sei auch bei der Begegnung mit den bayerischen Bischöfen von sich aus auf die Eichstätter Universität zu sprechen gekommen, schilderte Losinger. Bei dem Gespräch sei es zudem um Flucht, Vertreibung und Terrorismus gegangen. An der KU soll demnächst ein Studienschwerpunkt "Flucht und Migration" gegründet werden. Nach den Worten des Weihbischofs war die Hochschule auch Thema bei den Gesprächen der deutschen Bischöfe in der Bildungskongregation.

Papst rief Bischöfe auf, theologische Fakultäten zu begleiten

In seiner Ansprache rief der Papst die Oberhirten auf, wie ein "treusorgender Vater" die theologischen Fakultäten zu begleiten und den Lehrenden zu helfen, "die kirchliche Tragweite ihrer Sendung im Auge zu behalten". Die Treue zu Kirche und Lehramt widerspreche nicht der akademischen Freiheit, sie erfordere jedoch eine Haltung der Dienstbereitschaft gegenüber den Gaben Gottes. "Das sentire cum Ecclesia (Fühlen mit der Kirche) muss besonders diejenigen auszeichnen, welche die jungen Generationen ausbilden und formen."

(KNA)

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