29.04.2013

Spekulationen um Papstreise nach Israel Peres bei Franziskus

Israels Staatspräsident Schimon Peres beginnt heute einen mehrtägigen Besuch in Rom und Assisi. Anlass ist eine Einladung von Papst Franziskus, mit dem Peres am Dienstag zusammentreffen will.

Hauptthema der Unterredung zwischen Peres und dem Papst wird nach Informationen des israelischen Regierungspresseamts die Situation im Nahen Osten sein. Neben Friedensverhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern werde es auch um das Verhältnis zwischen Israel und dem Heiligen Stuhl sowie zwischen Christen und Juden gehen.

Auf Peres' Reiseprogramm stehen nach offiziellen israelischen Angaben auch Gespräche mit den politischen Spitzen Italiens. Dabei soll es unter anderem um mögliche Sanktionen gegen den Iran und um die Rolle Europas im Friedensprozess gehen. Ferner sei ein Treffen des israelischen Staatspräsidenten mit Vertretern der jüdischen Gemeinschaft in Italien geplant.

Anschließend will Peres Assisi besuchen und in der Franziskus-Basilika eine Auszeichnung der Stadt für seinen Friedenseinsatz entgegennehmen. Die erstmals vergebene Ehrenmedaille und die Stadtschlüssel aus der Hand von Bürgermeister Claudio Ricci soll Peres erhalten für seinen "einzigartigen Beitrag zum Dialog und zur Sache des Friedens", so das israelische Presseamt. An dem Empfang nehmen den Angaben zufolge auch zahlreiche Mitglieder des Franziskanerordens teil, der traditionell für die Betreuung der katholischen Pilgerstätten im Heiligen Land zuständig ist.

Gemeinsame Pilgerreise nach Israel?

In einigen Medien wird unterdessen spekuliert, dass Papst Franziskus Anfang 2014 zum 50. Jahrestag des historischen Besuchs von Papst Paul VI. (1963-1978) ins Heilige Land reisen könnte. Paul VI. hatte vom 4. bis zum 6. Januar 1964 die heiligen Stätten des Christentums in Israel und Jordanien besucht und sich in Jerusalem mit dem orthodoxen Patriarchen Athenagoras getroffen. Dessen Nachfolger, Bartholomaios I. von Konstantinopel, hatte Franziskus zu einer gemeinsamen Pilgerreise nach Jerusalem eingeladen.

Nach einem Bericht der "Times of Israel" reiste der heutige Papst das erste und einzige Mal vor 40 Jahren nach Israel. Damals sei Jorge Mario Bergoglio als junger Jesuit nach einer ordensinternen Fortbildung in Rom im Oktober 1973 unmittelbar nach seiner Ankunft in Jerusalem in den Jom-Kippur-Krieg geraten. Nach einem anderthalbtägigen Besuchsprogramm in der heiligen Stadt sowie in Ein Kerem und Bethlehem habe Bergoglio sechs Tage im Hotel "American Colony" an der Grenze zwischen West- und Ostjerusalem ausgeharrt.

Während der Kampfhandlungen habe er die Briefe des Apostels Paulus an die Korinther studiert, schrieb die Zeitung unter Berufung auf Vatikansprecher Federico Lombardi.

 

(KNA)

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