Drei Kölner in Rom
Drei Kölner in Rom

Offiziell für das Erzbistum Köln bei der Amtseinführung in Rom: Weihbischof Dominikus Schwaderlapp, Erzbischof Joachim Kardinal Meisner und sein Geheimsekretär Domvikar Oliver Boss.

Vertreter von Politik und Kirche in Rom
Vertreter von Politik und Kirche in Rom

19.03.2013

Papst tritt mit feierlicher Messe sein Amt an "Wir lieben Sie und wir stehen zu Ihnen"

Der Regen der vergangenen Tage wich strahlendem Sonnenschein: Umjubelt von Hunderttausenden feierte Franziskus den Beginn seines Pontifikats. Im domradio.de-Interview verrät Kardinal Meisner, was er dem neuen Papst mit auf den Weg gab.

Der Kölner Erzbischof war einer der sechs Kardinäle, die am Dienstag vor dem neuen Papst Franziskus zu Amtsbeginn ein feierliches Versprechen ablegten. Hier habe er zum Heiliger Vater gesagt, so Meisner im Interview mit domradio.de, "Sie sind mir und uns so lieb wie Benedikt XVI. Wir lieben Sie und wir stehen zu Ihnen". Franziskus habe ihn daraufhin seinen Dank ausgesprochen und gesagt, "aber bbeten Sie für mich. Ich habe das sehr nötig".

Mit einer feierlichen Messe trat der neue Papst Franziskus anschließend sein Amt an. "Rom zeigte sich von seiner schönsten Seite", so domradio.de-Chefredakteur Ingo Brüggenjürgen, der auch vor Ort war.

Papst: Schutz der Schöpfung

In seiner Predigt rief Franziskus zum Schutz der Schöpfung, der Mitmenschen und der Umwelt auf. "Lassen wir niemals zu, dass die Zeichen der Zerstörung und des Todes die Entwicklung unserer Welt begleiten", mahnte der Papst und sprach dabei direkt die anwesenden Staats- und Regierungschefs aus rund 130 Ländern an.

Besonders machte Franziskus auf die Armen aufmerksam. Seine Wahl zum Kirchenoberhaupt bezeichnete er als "Zufall, der reich an Bedeutung ist". Seinem Vorgänger Benedikt XVI., der am Dienstag seinen Namenstag feierte, dankte der Papst.

Wieder Ökumenischer Patriarch dabei

Zu der Feier waren nach Vatikanangaben 132 Delegationen von Staaten und internationalen Organisationen angereist; 31 Staatsoberhäupter nahmen persönlich teil, davon 6 gekrönte Häupter. Deutschland wurde durch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) und Bundesratspräsident Winfried Kretschmann (Grüne) vertreten. Merkel und Lammert gratulierten dem Papst nach der Feier bei einem Empfang der Regierungsdelegationen im Petersdom und wechselten einige Sätze mit ihm.

In einer kurzen Stellungnahme sagte Merkel: "Es war sehr bewegend." Sie hoffe, "dass die Auswirkungen nicht nur für die katholischen Christen von großer Bedeutung sein werden, sondern auch für das Christentum auf der Welt insgesamt und für die Rolle der Religionen", fügte die Kanzlerin hinzu. Sie finde, "das Wort der Barmherzigkeit, das in den letzten Tagen eine große Rolle gespielt hat, ist für uns alle wichtig - egal, welchen Glaubens wir sind".

Auch 33 Delegationen anderer Kirchen waren nach Rom gereist. Erstmals seit fast 1.000 Jahren nahm mit Bartholomäus I. auch ein Ökumenischer Patriarch an der Amtseinführung eines Papstes teil. Der aus Argentinien stammende Franziskus war am vergangenen Mittwoch zum Nachfolger des zurückgetretenen Papst Benedikt XVI. gewählt worden.

Kritik an Mugabe-Anwesenheit

Während der Messe wurde der 266. Papst der Kirchengeschichte mit wichtigen Insignien ausgestattet. Kardinalprotodiakon Jean-Louis Tauran legte ihm das Pallium über die Schultern. Die ringförmige Stola ist in Erinnerung an die Wundmale von Jesus Christus mit roten Kreuzen bestickt. Der Dekan des Kardinalskollegiums, Angelo Sodano, reichte dem 76 Jahre alten Franziskus anschließend den Fischerring. Den Amtsring aus vergoldetem Silber ziert eine Darstellung des Apostel Petrus, dessen Nachfolger die Päpste sind. Neben Italienisch wurde die Messe auf Latein, Griechisch, Französisch, Russisch, Arabisch, Suaheli und Chinesisch gefeiert.

Auf dem Petersplatz begrüßten die begeisterten Pilger den neuen Papst unter strengen Sicherheitsvorkehrungen bereits vor der Messe. Der Regen der vergangenen Tage hatte sich verzogen und machte der Sonne Platz. Im offenen Jeep fuhr das Oberhaupt der katholischen Kirche durch Menge und suchte die Nähe zu den Menschen. Er ließ seinen Wagen auf dem Weg anhalten, um einen behinderten Pilger zu segnen. Viele argentinische Flaggen wehten.

Für Kritik sorgte die Anwesenheit von Simbabwes Präsidenten Robert Mugabe, der wegen Menschenrechtsverletzungen in der Kritik steht. Das Einreiseverbot in die Europäische Union für den afrikanischen Machthaber galt nicht, weil die Feierlichkeiten auf dem zum Vatikanstaat gehörigen Petersplatz stattfanden.

(epd, DR, KNA)

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