Papst Franziskus spricht den Segen "Urbi et orbi"
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Eine Frau betet den Rosenkranz vor der Ostermesse
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Papst Franziskus geht nach der Heilige Messe zu den Gläubigen auf den Petersplatz
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22.04.2019

Bischöfe werben um Vertrauen Christen feiern Ostern

Im Schatten der Terroranschläge von Sri Lanka haben die Christen in Deutschland das Osterfest begangen. Papst Franziskus hat Christen aufgerufen, die Osterbotschaft zu verinnerlichen und allen zu verkünden.

Das Fest der Auferstehung Jesu fand in diesem Jahr wieder zeitgleich mit dem jüdischen Pessach-Fest statt. Bei strahlenden Frühsommerwetter wurden in vielen Regionen Osterfeuer als Symbol des Lebens und der Überwindung des Winters entzündet. Wegen großer Trockenheit wurden sie allerdings mancherorts untersagt. In rund 100 Städten gab es Ostermärsche, in denen die Friedensbewegung gegen Tendenzen zu Aufrüstung und gegen Waffenexporte demonstrierte. Die Veranstalter verzeichneten wachsenden Zulauf.

In der Oberlausitz nahmen rund 1.500 Reiter am traditionellen Osterreiten teil, um von ihren Pferden aus die Auferstehung Jesu zu verkünden. Das Osterreiten der Sorben hat eine lange Tradition und zieht Tausende Zuschauer an. In den festlichen Ostergottesdiensten warben die katholischen Bischöfe mit Blick auf die Missbrauchs- und Kirchenkrise um neues Vertrauen. In ihren Predigten forderten sie mit Blick auf die Debatte um Sterbehilfe und vorgeburtliche Tests auf Gendefekte einen besseren Lebensschutz und verwiesen auf die Bedeutung des Christentums für Europa.

"Wichtigste Botschaft überhaupt"

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx warnte davor, die christliche Botschaft zum Schüren von Angst und zur Machtausübung zu missbrauchen. "Wo der Glaube missbraucht wird als Instrument der Spaltung, der Unterdrückung und Erniedrigung, wird die österliche Botschaft pervertiert", sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz im Münchner Liebfrauendom. Das sei "sicher auch in der Geschichte der Kirche geschehen und geschieht immer wieder".

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete die Geschichte der Auferstehung Jesu als "wichtigste Botschaft überhaupt". Viele Menschen hätten ein Gespür für die Tiefendimension des christlichen Osterfestes: die Überwindung des Todes.

Die Hoffnung für "unser Leben"

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki sagte im Kölner Dom, die Auferstehung des gekreuzigten Jesus sei die Hoffnung für "unser Leben" und "die ganze Welt". Die Apostel und Maria Magdalena bezeugten "nicht nur die Tatsache der Auferstehung". Sie zeigten auch den Weg, in eine tiefe Gemeinschaft mit dem auferstandenen Herrn zu gelangen.

Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode griff die Vertrauenskrise in der katholischen Kirche auf. Die Kirche sei "bis in ihren Grund erschüttert": Mancher tote Baum müsse abgeholzt werden, manch anderer sei "bis in die Wurzeln krank". Und doch wachse "hauchdünn und zart" neues Vertrauen heran. Es gebe viele Bemühungen, die Kirche wieder stärker von der Frohen Botschaft des Evangeliums her zu prägen.

Trost und Hoffnung

Am Ostermontag hat Papst Franziskus Christen aufgerufen, die Osterbotschaft zu verinnerlichen und allen zu verkünden. Die Auferstehung Christus sei "das überwältigendste Ereignis der Menschheitsgeschichte, das den Sieg der Liebe Gottes über die Sünde und den Tod bezeugt". Es gelte den mit der Osterbotschaft verbundenen Frieden und die Seelenruhe gerade an all jene weiterzugeben, "die besonderes Bedürfnis nach Trost und Hoffnung haben", sagte das Kirchenoberhaupt vor dem Mittagsgebet auf dem Petersplatz.

Er lud dazu ein, "die tröstliche Botschaft Osterns" aufzunehmen, und sich umhüllen zu lassen "von ihrem glorreichen Licht, welches das Dunkel der Angst und Traurigkeit vertreibt". Anschließend betete er das Regina Coeli. Um Gott zu begegnen, empfahl Franziskus das Gebet. Er lasse sich aber auch in einfachen Freuden des Lebens finden, "die in Glaube und Dankbarkeit gelebt werden", etwa in der Gemeinschaft mit Freunden oder in der Natur.

(KNA)

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