Jesidische Kinder im Nordirak
Jesidische Kinder im Nordirak
Jesidische Flüchtlinge
Jesidische Flüchtlinge

26.04.2019

Antisemitismusbeauftragter fordert Aufnahme von mehr Jesidinnen "Gegen Extremismus und sexualisierte Gewalt"

Sie haben ihre Angehörigen verloren und sind sexualisierter Gewalt fast schutzlos ausgeliefert: Der baden-württembergische Antisemitismusbeauftragte Blume fordert die Bundesregierung auf, mehr Jesidinnen aus dem Nordirak aufzunehmen.

Nach dem Beschluss einer Resolution im UN-Sicherheitsrat zum Schutz von Frauen in Konfliktregionen hoffe er, dass die Bundesregierung noch einmal bereit sei, Frauen und Kinder aufzunehmen, die sexuelle Gewalt erlitten haben, sagte Michael Blume dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Notfälle, denen vor Ort nicht geholfen werden kann

In irakischen Flüchtlingscamps lebten viele hundert Frauen, die alle ihre Angehörigen verloren hätten unter schwierigsten Umständen, fügte Blume hinzu, der auch Leiter des Referats Nordirak im Staatsministerium in Stuttgart ist.

Es handele sich bei ihnen um absolute Notfälle, denen man vor Ort nicht helfen könne.

Blume hatte bis Mitte 2016 eine Projektgruppe geleitet, die rund 1.100 besonders schutzbedürftige Frauen und Kinder aus dem Nordirak nach Deutschland geholt hat. Der überwiegende Teil von ihnen wurde in Baden-Württemberg untergebracht.

UN-Resolution gegen sexualisierte Gewalt in Konflikten

Unter ihnen war auch Nadia Murad, die selbst von Kämpfern der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) versklavt und vergewaltigt worden war und heute Friedensnobelpreisträgerin ist. Murad war am Dienstag Rednerin im UN-Sicherheitsrat in New York, als dort auf Initiative Deutschlands die Resolution gegen sexualisierte Gewalt in Konflikten angenommen wurde.

Ziel der Resolution ist es, Strukturen zu schaffen, um Täter besser verfolgen und Opfer besser schützen zu können.

Ortswechsel hilft oftmals schon

Der Religionswissenschaftler Blume betonte: "Wenn ein Bundesland es alleine geschafft hat, tausend Menschen aufzunehmen, dann sollte doch ganz Deutschland in der Lage sein, noch einmal tausend zu retten." Baden-Württemberg biete an, die eigenen Erfahrungen, Kompetenzen und Kontakte auch anderen Behörden zur Verfügung zu stellen.

Vielen Opfern helfe bereits ein Ortswechsel. So habe es im Irak viele Suizide gegeben, unter den in Deutschland aufgenommenen Jesiden keinen einzigen.

Viele der Frauen hätten inzwischen den Führerschein gemacht und arbeiteten. Auch sagten sie vor den Strafverfolgungsbehörden gegen IS-Täter aus. "Sie sind unsere Verbündeten gegen Extremismus und sexualisierte Gewalt", sagte Blume.

Mey Dudin
(epd)

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