Hiroshima nach dem Abwurf der Atombombe
Hiroshima nach dem Abwurf der Atombombe

01.08.2017

Justitia et Pax warnt vor neuen atomaren Waffensystemen "Schwer verständlich und nicht hinnehmbar"

Das katholische Netzwerk Justitia et Pax warnt vor der anhaltenden Gefahr nuklearer Waffen. Anlass sind die Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki Ende des zweiten Weltkrieges.

Nach Ende des Kalten Krieges seien Kernwaffen zwar in erheblichem Umfang abgebaut worden, doch werde diese Abrüstung durch einen weltweiten Modernisierungsschub und die Entwicklung neuer Waffensysteme ausgeglichen, erklärte der katholische Theologe Heinz-Günther Stobbe von der Deutschen Kommission Justitia et Pax am Dienstag in Bonn. Anlass sind die Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945.

Der Atompilz sei zum Symbol, "zum Menetekel der drohenden Selbstvernichtung der Menschheit" des 20. Jahrhunderts geworden, fügte Stobbe hinzu, bis 2013 Professor für Systematische Theologie und theologische Friedensforschung im Fach Katholische Theologie an der Universität Siegen. Die atomare Aufrüstung in West und Ost habe sich im Kalten Krieg vollzogen, dessen Umschlag in einen heißen Krieg auf diese Weise verhindert werden sollte. Stobbe: "Das ist tatsächlich gelungen, der Große Krieg blieb aus, aber der Dritte Weltkrieg spielte sich, was die Zahl der Opfer betrifft, unterhalb der nuklearen Schwelle in Gestalt vieler kleinerer Kriege oder Konflikte ab."

"Schwer verständlich, dass nukleare Kampfmittel nicht verboten sind"

Es sei "ein schwer verständlicher und auf Dauer nicht hinnehmbarer Widerspruch, dass biologische und chemische Massenvernichtungswaffen völkerrechtlich verboten sind, nicht aber die nuklearen Kampfmittel. Es ist schwer nachzuvollziehen, mit welchem Recht einige Staaten für sich das Recht beanspruchen, Atomwaffen zu besitzen, allen anderen Staaten aber dieses Recht verweigern", kritisierte der Friedensforscher. Der atomare Status quo zementiere ein machtpolitisches Gefälle, das entweder durch eine für alle gültige Ächtung der Atomwaffen ausgeglichen werde, oder aber einen beständigen Faktor politischer und militärischer Instabilität darstelle.

1967 wurde in Rom der Päpstliche Rat Justitia et Pax (Gerechtigkeit und Frieden) gegründet und die Einrichtung von Justitia-et-Pax-Kommissionen überall in der Welt angeregt. In der Bundesrepublik Deutschland wurde diesem Aufruf 1967 durch die Einberufung des Katholischen Arbeitskreises Entwicklung und Frieden entsprochen. 1982 wurde der Name geändert in Deutsche Kommission Justitia et Pax. Die Kommission ist eine Art "Runder Tisch" der katholischen Einrichtungen und Organisationen.

(epd)

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Aktuell: Statement zur Missbrauchs-Studie.

DOMRADIO.DE auch auf Alexa

Gottesdienste, Nachrichten und das Evangelium – jetzt täglich auch auf Ihrem Echo und Echo Show!

DOMRADIO in Berlin und Brandenburg

Ab sofort auf DAB+ auch in Berlin und Brandenburg: Das Kölner DOMRADIO!

Mit Willibert in die Heilige Stadt

Im November 2019 ist es soweit: Erkunden Sie das ehrwürdige Rom auf dieser Pilgereise mit dem Rom-Kenner Willibert Pauels, Karnevalsfreunden und DOMRADIO.DE Besuchern auch bekannt als "ne Bergische Jung"!

Der gute Draht nach oben!

Tageskalender

Radioprogramm

  • Tageskalender
  • 19.09.
06:00 - 06:30 Uhr

DOMRADIO Morgenimpuls

06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO Der Morgen

10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

19:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

22:00 - 22:30 Uhr

DOMRADIO Nachtgebet

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Programmtipps

  • Lukasevangelium
    19.09.2018 07:50
    Evangelium

    Lk 7,31–35

  • Die Blutreliquie des hl. Januarius
    19.09.2018 09:10
    Anno Domini

    Sankt Januarius und das Blutwu...

  • Lukasevangelium
    20.09.2018 07:50
    Evangelium

    Lk 7,36–50

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…

Empfangsanleitung zum Ausdrucken

Gemeinsam für das Mehr im Menschen

Berufungspastoral im Erzbistum Köln: Dein Platz in Kirche und Welt.

Das ganze Leben

Hilfsangebote der Kirche im Erzbistum Köln.

Der tägliche Impuls von Weihbischof Puff

Weihbischof Schwaderlapp beantwortet Glaubensfragen