Ein Bambushaus vor Manila
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30.05.2016

Misereor ruft zu Klimaschutz in Städten auf Auf Kosten der Armen

Vor dem UN-Weltsiedlungsgipfel mahnt Misereor die Einhaltung der Menschenrechte bei städtischen Klimaschutzprojekten an. Der Schutz der Umwelt dürfe nicht auf Kosten der Schwächsten gehen.

Das betonte die zuständige Referentin des bischöflichen Hilfswerkes, Almuth Schauber, am Montag in Berlin. Vertreibungen und die Verschärfung sozialer Ungleichheit seien inakzeptabel. Die Menschenrechtlerin Elisabeth Mekougou Obama aus Kamerun beklagte gewaltsame Räumungen in ihrer Heimat. Die Frage der Vertreibung müsse zum Kernpunkt der Verhandlungen werden.

Deutschland bereitet UN-Gipfel mit vor

Deutschland ist als eines von zehn Ländern federführend bei der Vorbereitung des UN-Gipfels Habitat III, der Ende Oktober in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito stattfinden soll. Im Mittelpunkt stehen die Umsetzung der Klimaschutzziele von Paris sowie der Nachhaltigen Entwicklungsziele der Weltgemeinschaft. Dazu findet am Mittwoch das "German Habitat Forum" statt. Im Jahr 2050 werden laut UN-Studien zwei Drittel aller Menschen in Städten leben. Sie verbrauchen schon jetzt 70 Prozent der weltweit erzeugten Energie und stoßen einen ebenso hohen Prozentsatz an Treibhausgasen aus.

Schutz vor willkürlichen Umsiedlungen

Schauber forderte die deutsche Entwicklungshilfe auf, bei Klimaschutzprojekten auf die Einhaltung sozialer, ökologischer und menschenrechtlicher Standards zu bestehen. Die Bundesregierung solle sich zudem dafür einsetzen, dass die Rechte der Armen auf Wohnung, Bleiberecht und ein menschenwürdige Leben ausdrücklich Eingang in die sogenannten "Berliner Empfehlungen" und das Abschlussdokument von Habitat III finden. Das bischöfliche Hilfswerk verwies darauf, dass in vielen Städten am Meer oder an Flussläufen gerade Armenviertel besonders Umweltkatastrophen ausgesetzt seien.

Die Menschenrechtlerin Obama verlangte, die Menschen bei notwendigen Umsiedlungen zu entschädigen und ihnen neue Wohnungen zu geben. Sie beklagte mehrere gewaltsame Räumungen mit Hilfe des Militärs, wie im Douala oder im Siedlungsgebiet "PK 14-17". Schwere Räumfahrzeuge hätten mitten in der Nacht Siedlungen dem Erdboden gleich gemacht. Dabei habe man keine Rücksicht auf Kirchen, Moscheen, Schulen oder Friedhöfe genommen. Die Menschen hätten nichts mitnehmen können. Viele lebten nun auf der Straße.

(KNA)

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