Kettenbergs Mitbrüder zweifelten an der Mönchsarbeit Fotografie
Kettenbergs Mitbrüder zweifelten an der Mönchsarbeit Fotografie

07.07.2020

Fotografenmönch Oswald Kettenberger gestorben Kann Fotografie Gotteswerk sein?

Oswald Kettenberger, Benediktinermönch und europaweit tätiger Fotograf, ist am 5. Juli 2020 im Alter von 93 Jahren im rheinland-pfälzischen Polch bei Koblenz gestorben. Seine Mitbrüder hielten die Fotografie nicht unbedingt für Gotteswerk.

Gefördert von seinem Abt Urbanus Bomm (1901-1982) in Maria Laach war Kettenbergers Mönchsarbeit ("labora") die Fotografie, die er in mehr als 20 Bildbänden, unzähligen Kalendern und anderen Werken verbreitete. Auch gegen Widerstände seiner Mitbrüder, die Schwierigkeiten hatten, die Arbeit mit der Kamera als Gotteswerk anzuerkennen, war er mit dem Segen des Abtes fast 30 Jahre in ganz Europa unterwegs.

"Benediktiner in Jeans"

Kettenberger schuf feinfühlige, menschenfreundliche Straßenfotografie und nahm als "Benediktiner in Jeans" an zahlreichen Ereignissen teil. So fotografierte er die 68er-Studentenproteste in Frankfurt und Düsseldorf (prominent im Bild: Joseph Beuys), die Dreharbeiten zu "Jesus Christ Superstar" (1972) in Israel und das erste Rock-gegen-Rechts-Festival 1979.

Herausragende Porträts

Eine lange Freundschaft verband ihn mit der Schriftstellerin Luise Rinser (1911-2002). Zusammen erarbeiteten sie unter anderem den Porträtband "Nach seinem Bilde" mit tiefen Einblicken ins Menschenleben. Die Porträtaufnahmen weckten auch die Aufmerksamkeit von Photokina-Gründer L. Fritz Gruber (1908-2005).

Augenleiden beendet Arbeit

Ein Augenleiden zwang Kettenberger, im Alter von 60 Jahren seine fotografische Arbeit aufzugeben. Fortan widmete er sich der Erzählung und veröffentlichte mehrere belletristische Werke. Sein gesamter fotografischer Nachlass wird von der Irene und Sigurd Greven Stiftung in Köln archivisch betreut. Rund 10.000 Aufnahmen sind dort digitalisiert und katalogisiert einsehbar.

(KNA)

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