17.10.2019

Zahlen und Fakten zum Buchmarkt in Deutschland Stabiler Umsatz im Jahr 2018

​Der Buchmarkt in Deutschland gehört zu den größten und lebendigsten weltweit. Anlässlich der Frankfurter Buchmesse lohnt es sich auf die wichtigsten aktuellen Daten und Fakten zu blicken. 

Wie hoch ist der Umsatz auf dem deutschen Buchmarkt?

Der Buchmarkt in Deutschland hat im Jahr 2018 einen stabilen Umsatz verzeichnet. Insgesamt wurden 9,13 Milliarden Euro umgesetzt, genau so viel wie im Vorjahr. Zum Vergleich: Die Filmwirtschaft setzte 2,93 Milliarden Euro um, die Musikindustrie 1,58 Milliarden. Computer- und Videospiele kamen auf 3,51 Milliarden.

Wie hat sich die Zahl der Käufer entwickelt?

Laut den Marktforschern von der GfK gab es im Jahr 2018 rund 300.000 Menschen mehr als im Vorjahr, die Bücher gekauft haben. Das entspricht einem Zuwachs von 1 Prozent auf 29,9 Millionen Buchkäufer.

Erstmals seit 2012 ist diese Zahl wieder gestiegen. Von 2013 bis 2017 war die Zahl der Käufer auf dem Publikumsbuchmarkt um 6,4 Millionen gesunken. 2017 kauften noch 29,6 Millionen Menschen mindestens ein Buch, das entspricht 44 Prozent der Einwohner ab 10 Jahren.

Wieviele Bücher wurden verkauft?

2018 wurden auf dem Publikumsmarkt 358 Millionen Bücher verkauft,

2014 waren es noch 387 Millionen. Diejenigen, die Bücher kaufen, erwarben allerdings im Schnitt immer mehr Titel und geben mehr Geld dafür aus. 2018 lag die durchschnittliche Kaufintensität bei 12,0 Titeln pro Käufer, 2014 waren es 11,3 Titel. Die durchschnittlichen Ausgaben pro Kopf stiegen von 120 Euro pro Käufer im Jahr 2014 auf 136 Euro pro Käufer im Jahr 2018.

Wo kaufen die Bundesbürger ihre Bücher?

Der stationäre Buchhandel blieb 2018 mit 4,27 Milliarden Euro Umsatz und einem Anteil von 46,8 Prozent am Gesamtmarkt der größte Vertriebsweg für Bücher. Der Umsatz in den Läden vor Ort ging im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozent zurück. Weiter steigend ist der Umsatz des Internet-Buchhandels, unter den auch das Online-Geschäft der stationären Händler fällt: Über die Online-Shops machte der Buchhandel mit 1,78 Milliarden Euro 4 Prozent mehr Umsatz als 2017.

Der Umsatzanteil am Gesamtmarkt stieg auf 19,5 Prozent. Das Direktgeschäft der Verlage, unter anderem mit Unternehmen und staatlichen Institutionen, lag 2018 mit 1,92 Milliarden Euro leicht unter Vorjahresniveau (-1,2 Prozent, Umsatzanteil: 21,0 Prozent).

Aus welchem Bereich werden die meisten Bücher gekauft?

Weit vorn lag 2018 die Belletristik mit einem Umsatzanteil von 31,5 Prozent. Es folgten das Kinder- und Jugendbuch mit 16,6 Prozent, die Ratgeber mit 14 Prozent, Schule und Lernen mit 11 Prozent sowie Wissenschaften und Sachbuch mit jeweils 10,6 Prozent. Die Reiseliteratur kommt auf einen Umsatzanteil von 5,7 Prozent.

Wie entwickeln sich die E-Books?

Die Deutschen haben 2018 deutlich mehr E-Books gekauft als je zuvor.

Der Absatz knackte erstmals die 30-Millionen-Marke und stieg um 12,7 Prozent auf 32,8 Millionen E-Books. Der Umsatz nahm im selben Zeitraum um 9,3 Prozent im Vergleich zu 2017 zu. Erstmals seit fünf Jahren stieg auch die Zahl der Käufer wieder: 3,6 Millionen Menschen erwarben 2018 mindestens ein E-Book (2017: 3,5 Millionen). Auch die Kaufintensität nahm weiter zu: Im Schnitt legte sich jeder Käufer 9,2 E-Books in den Warenkorb, fast eines mehr als im Vorjahr (8,3 Stück).

Wie viele Bücher werden pro Jahr veröffentlicht?

Die Produktion von neuen Buchtiteln erreichte 2018 ein weiteres Rekordtief. Die Zahl der Erstauflagen ging von 72.499 Titeln (2017) auf 71.548 zurück. 2007 waren es noch mehr als 86.000. Nach einem Anstieg 2017 ging die Zahl der neuen Titel in der Belletristik wieder zurück und lag bei 13.879 (2017: 14.273). Mehr Neuerscheinungen gab es bei Sachthemen wie den Sozialwissenschaften (12.734 neue Titel, 2017: 12.218) oder Geschichte und Geografie (6.956 neue Titel, 2017: 6.757).

Welches waren die meist verkauften Bücher im vergangenen Jahr?

Der meistverkaufte Roman 2018 (Belletristik Hardcover) war "Der Insasse" von Sebastian Fitzek. Auf Rang 2 folgt "Die Tyrannei des Schmetterlings" von Frank Schätzing, den dritten Platz belegte Dörte Hansens "Mittagsstunde". Bei den Sachbüchern (Hardcover) lag Michelle Obamas Autobiografie "Becoming" vorn. Dahinter folgten auf Rang 2 "Kurze Antworten auf große Fragen" von Stephen Hawking und auf Platz 3 "Der Ernährungskompass" von Bas Kast.

Christoph Arens
(KNA)

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