Kirchenkatalog in den Niederlanden
Kirchenkatalog in den Niederlanden

11.01.2018

Niederländisches Kloster sucht neuen Besitzer Kloster zu verkaufen

Ein großes Kloster im südniederländischen Wittem nahe der Grenze bei Aachen steht zum Verkauf. "Wir suchen jemanden, der die Kirche und die imposante Klosterbibliothek in ihrem Zustand lässt, und die Brüder dort leben lässt". 

Das sagte Pater Henk Erinkveld dem niederländischen Rundfunksender NOS. Henk ist seit 1988 mit dem Kloster verbunden und der ehemalige Rektor des Hauses.

Die Redemptoristen, Mitglieder der Ordensgemeinschaft der Kongregation des Heiligsten Erlösers, kamen laut Henk vor 182 Jahren nach Wittem - allerdings in ein kleineres Kloster. "Im Vergleich zu heute war die Situation genau umgekehrt: Es kamen viele Menschen, deshalb musste das Kloster erweitert werden", so Henk. In der Blütezeit des Klosters hätten 110 Menschen dort gelebt. Zudem seien jährlich Hunderttausend Pilger gekommen, um den Heiligen Gerardus Majella (1726-1755) zu ehren.

Da mittlerweile weniger Pilger kämen, die Kosten für die Instandhaltung des Gebäudes jedoch stiegen, solle das Kloster verkauft werden, heißt es in dem Beitrag. Was das Kloster kosten soll, sagte Henk Erinkveld nicht.

Viele Kirchen und Klöster in den Niederlanden verkauft 

In den Niederlanden wurden in den vergangenen Jahren bereits viele Kirchen und Klöster verkauft. Wieviel eine Kirche in den Niederlanden kostet, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehört etwa die Zahl der Interessenten, ob die Kirche weiterhin religiös oder anderwärtig genutzt werden kann, ob sie in der Stadt oder auf dem Land liegt sowie Größe und Zustand des Gebäudes. Einige Kirchen in den Niederlanden stehen zudem unter Denkmalschutz, so dass Renovierungsarbeiten oft teuer sind.

Neben gemeinnützigen Vereinen, die in den Kirchen Zentren für Obdachlose, Mutter-Kind-Häuser oder Schulen einrichten, sind mittlerweile auch viele internationale Investoren interessiert, etwa aus China.

(KNA)

Komplet – Das Nachtgebet mit Weihbischof Ansgar

Weihbischof Schwaderlapp beantwortet Glaubensfragen