Die "Pommesgabel" ist der Heavy-Metal-Gruß
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Seelsorge beim Wacken
Festivalseelsorge beim Wacken-Festival

04.08.2016

Seelsorger bei Musikfestival Wacken unterwegs "Von Beziehungsstress bis zu weltanschaulichen Fragen"

Wenn 90.000 Menschen das Heavy-Metal-Festival Wacken besuchen, geht es vor allem um Spaß. Landesjugendpastor Tilman Lautzas hat dennoch für alle ein offenes Ohr, denen es nicht so gut geht. Ein domradio.de-Interview.

domradio.de: Es gab mal eine Zeit, da galten Heavy Metal-Fans in der Kirche eh schon als verlorene Seelen, nicht zuletzt, weil der Teufel in den Songtexten ein gern gesehener Gast ist. Sie sind jetzt schon seit 6 Jahren immer wieder Gast bei diesem Festival. ich vermute mal, es geht nicht mehr darum, die verlorenen Seelen zu retten … aber worum stattdessen? Was ist Ihre Mission?

Landesjugendpastor Tilman Lautzas: Wir sind in erster Linie dafür da, Menschen in schwierigen Situationen zu unterstützen und zu helfen im Gespräch- durch gut zuhören, gut zureden und miteinander eine Läösung zu erarbeiten, wenn es Probleme gibt.

domradio.de: Was für Probleme können das denn sein?

Lautzas: Das ist natürlich sehr unterschiedlich. Wenn über 90.000 Menschen zusammen auf einem Platz sind, passiert natürlich immer etwas. Manchmal ist es Beziehungsstress, manchmal sind es Probleme, die man von zu Hause mitgebracht hat und dann dort doch nicht losgeworden ist. Und manchmal sind es auch weltanschauliche Fragen.

domradio.de: Ist das für die Festival-Besucher auch schon eine Selbstverständlichkeit, dass die Kirche mit von der Partie ist, oder werden Sie auch mal schief angesehen, von wegen: Was wollen Sie denn hier?

Lautzas: Erstaunlicherweise inzwischen kaum noch. Aber am Anfang war das tatsächlich so - sowohl von Seiten der Kirche, die gefragt hat: Was macht Kirche denn da bei diesem „diabolischen“ Fest? Als auch bei den Wackenbesuchern, die sich auch zum Teil gefragt haben, was die Seelsorge hier soll. Aber wir sind tatsächlich mit dem Titel Seelsorge auf dem großen Plan des Wacken Open-Air-Festivals und sind als Einsatzkräfte fest verzeichnet und verortet.

domradio.de: Woran erkennt man sie eigentlich? Sie werden ja vermutlich nicht im Talar auf dem Gelände herumlaufen.

Lautzas: Nein, das tun wir nicht. Wenn wir Schicht haben, haben wir ein T-Shirt mit dem Aufdruck "Seelsorge". Zusätzlich tragen wir spezielle Westen.

domradio.de: Gibt's viele christliche Metal-Fans?

Lautzas: Es gibt eine christliche Metalszene.  Die ist meist stark missionarisch ausgerichtet, die in Skandinavien auch sehr stark verortet ist. Die sind hier auch immer mit ihren Metal-Bibeln unterwegs. Das ist nicht so ganz unser Ding. Aber es gibt durchaus eine christliche Szene. Die ganze Bandbreite der Bevölkerung ist hier vertreten.

domradio.de: Fragen wir mal umgekehrt. Wenn man sich als Seelsorger auf sso einem Festival aufhält, muss man schon eine Affinität zu dieser Art von  Musik haben, oder?

Lautzas: Es ist im Prinzip nicht mein Stil, aber ich höre gerne die jungen Bands, die experiementelle. Aber ich mache es tatsächlich einfach als Aufgabe.

Das Gespräch führte Daniel Hauser.

 

(DR)

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