Hein Wimmer, Bildhauer und Goldschmied
Hein Wimmer, Bildhauer und Goldschmied
Tabernakel, Klosterkirche Marienthal bei Wesel, 1929
Tabernakel, Klosterkirche Marienthal bei Wesel, 1929

27.04.2016

Ausstellung über den Bildhauer und Goldschmied Hein Wimmer Christliche Kunst war seine Passion

In der Kölner Altstadt stellt das Kulturbüro Rheinstil Arbeiten des rheinischen Künstlers Hein Wimmer aus. Er gilt als einer der bedeutenden Schöpfer von christlicher Kunst im Rheinland des 20. Jahrhunderts.

Schon als Schüler ist der 1902 in Leverkusen-Küppersteg geborene Künstler in Kontakt mit der katholischen Jugendbewegung gekommen. Er war in den 20er Jahren Mitglied im Quickborn-Arbeitskreis und beim Bund Neues Deutschland und hat auf diese Weise als junger Mensch den Weg in die liturgischen Reformkreise gefunden. Christliche Kunst lernte er im Kloster Marienthal bei Wesel kennen. Dort hatte sich rund um den Pfarrer Augustinus Winkelmann ein Zentrum junger christlicher Künstler gebildet. In diesen Kreis ist Hein Wimmer eingetreten. An den Kölner Werkschulen hat er Gold- und Silberschmiedekunst wie Bildhauerei gelernt und wurde Meisterschüler. Beeinflusst vom rheinischen Spätexpressionismus schuf er im Alter von 27 Jahren 1929/30 den versilberten Tabernakel mit figürlichen Darstellungen für die Klosterkirche von Marienthal. Es ist eine seiner herausragenden Arbeiten.

Stationen seines Wirkens

Die Arbeit als Bildhauer und Goldschmied im eigenen Atelier in Köln kam durch den 2. Weltkrieg zum Erliegen, es folgten Jahre als Soldat und in russischer Kriegsgefangenschaft. 1948 kehrte Hein Wimmer zurück und setzte seine künstlerische Tätigkeit fort. Der Wiederaufbau und Neubau von Kirchen in Nordrhein-Westfalen erforderte neue Ausstattungen mit liturgischem Gerät. In Zusammenarbeit mit bekannten Architekten wie Band, Schaller, Schilling, Schwarz, Steffann und anderen entstanden unzählige Arbeiten, darunter ganze Ensembles mit Altären, Kreuzen, Tabernakeln, Monstranzen, Reliquienschreinen, Kelchen und Leuchtern.

Neben sakraler Kunst gestaltete Hein Wimmer auch profane Objekte – zum Beispiel die Amtskette des Oberbürgermeisters von Krefeld, wo er seit 1948 Leiter der Abteilung Metall der Werkkunstschule war und seit 1965 eine Professur innehatte.

Christliche Kunst als Passion

Im Werk des katholischen Künstlers Hein Wimmer wird Christus als strahlender Gott der Liebe dargestellt, dem man vertrauen kann und der Hoffnung gibt. Die Kunstwerke aus Edelmetallen sind kostbar mit Steinen, Elfenbeinschnitzereien und farbigen Emailornamenten ausgestattet.

Noch bis zwei Wochen vor seinem Tod hat Hein Wimmer gearbeitet. Sein künstlerisches Schaffen war nicht einfach sein Broterwerb, sondern seine Passion, so Caroline Maria Weber, Enkelin des Künstlers und Inhaberin des Kulturbüros Rheinstil: "Er hat sich bis ins hohe Alter weiterentwickelt und zur Vollendung seines Stils und seiner Form gefunden."

Das Kulturbüro Rheinstil präsentiert die Ausstellung über den Kölner Bildhauer und Goldschmied Hein Wimmer (1902-1986) im Rahmen der Ausstellungsreihe "Dozenten und Meisterschüler der Kölner Werkschulen". Anhand von Originalen, Fotos, Skizzen, Entwürfen und Modellen ist diese Schau ein guter Überblick über das künstlerische Wirken von Hein Wimmer. Am Samstag, dem 30. Mai, endet die Ausstellung. Um 14 Uhr gibt Caroline Maria Weber eine Einführung in sein Werk.

Birgitt Schippers
(DR)

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