Otto Jacobs
Otto Jacobs
Für den Kolpingtag: Schuhe von em. Papst Benedikt XVI. und Per Mertesacker
Für den Kolpingtag: Schuhe von em. Papst Benedikt XVI. und Per Mertesacker

16.09.2015

Mitorganisator des "Kolpingtages" über Planungen und Aktionen Schuhe, Musical und Begegnungen

Am kommenden Wochenende findet in Köln der diesjährige "Kolpingtag" statt - wobei das Fest über insgesamt drei Tage geht. Der Leiter des Organisationsteams, Otto Jacobs, spricht bei domradio.de über Aktionen, Begegnungen und Baustellen.

domradio.de: 15.000 Mitglieder müssen zwei Tage beschäftigt werden, es sind jede Menge Veranstaltungen geplant. Liegen Sie im Zeitplan?

Otto Jacobs: Ja. Wir sind, glaube ich, ganz gut aufgestellt. Wir haben für die Veranstaltung ganz viel selbst gemacht, beispielsweise das Ticketing und den Versand von Unterlagen. Aber eines ist klar: So kurz vor der Veranstaltung kommen unvorhergesehen Dinge. Normalerweise nehmen die unvorhergesehenen Dinge 20 Prozent der Tagesarbeit ein, im Moment liegen wir in dem Bereich allerdings eher bei 80 Prozent. 

domradio.de: Mit welchen unvorhergesehenen Ereignissen müssen Sie denn umgehen?

Otto Jacobs: In Köln gibt es einen bestimmten Platz, auf dem sich noch eine Baustelle befindet. Eigentlich sollte sie schon längst weg sein, ist sie aber noch nicht. Wir hoffen darauf, dass wir diesen Platz so nutzen können, wie es vorgesehen ist. Wir möchten dort eine Bühne aufstellen und unser Programm präsentieren. Es sollen dort Zelte und Informationsstände platziert werden. Das wird ein sportliches Programm, aber ich glaube, das bekommt die Firma hin.

domradio.de: Es sind Gottesdienste und Vorträge geplant. Zudem wird es auch Aktionen geben, beispielsweise am Samstag auf dem Kölner Neumarkt. Die Aktion heißt: "Mein Schuh tut gut". Was passiert denn da?

Otto Jacobs: Das ist eine Aktion, mit der wir im Speziellen auch die Öffentlichkeit in Köln erreichen wollen. Wir haben ja insgesamt 15.000 Teilnehmer. Im Vorfeld des Kolpingtages haben wir an alle Teilnehmer die Botschaft herausgegeben, dass jeder Teilnehmer doch möglichst ein Paar gebrauchte Schuhe mitbringen soll. Der Verkaufserlös dieser Schuhe soll dann einem Kölner Sozialprojekt zur Verfügung gestellt werden.

domradio.de: Auf dem Neumarkt verkaufen Sie also gebrauchte Schuhe?

Otto Jacobs: Nein, wir verkaufen die nicht. Wir sammeln sie erst einmal für unsere "Schwester", die Kolping-Recycling, ein. Dort werden die Schuhe gesammelt, sortiert und dann wird geschaut, was für ein Erlös zu erzielen ist. Da hoffen wir natürlich auf eine möglichst hohe Summe.

domradio.de: Zu der Aktion gab es schon einen kleinen Vorläufer. Kolping hat auf Ebay zum Beispiel die Schuhe von Fußball-Weltmeister Per Mertesacker versteigert. Ist dabei eine schöne Summe zusammengekommen?

Otto Jacobs: Die Aktion läuft sogar noch. Um genau zu sein, wird sie erst eine Stunde nach der Veranstaltung auf dem Neumarkt beendet werden. Da kann man sogar dann noch live vor Ort mitbieten. Wir hoffen mit dieser Aktion auf einen hohen Betrag, denn dieses Paar Schuhe gehört nicht zu der allgemeinen Sammelaktion und wird besonders herausgepickt. Wir freuen uns sehr, dass er überhaupt mitgemacht hat und mit seinen Schuhen die Aktion unterstützt. Der Erlös dieser Aktion soll ja nicht nur ein Sozialprojekt in Köln, sondern auch die Kolpingjugend im Kolpingwerk Diözesanverband Köln unterstützen. Genauer gesagt, wird für das Projekt "Blumenberg", was dem einen oder anderen als Name eines Viertels hier in Köln bekannt sein könnte, gesammelt.

domradio.de: Sie haben ja nicht nur die Schuhe von Per Mertesacker, sondern auch die berühmten roten Schuhe des emeritierten Papstes Benedikt XVI. bekommen, oder?

Otto Jacobs: Ja, das ist auch eine schöne Geschichte. Wir haben mit der WDR-Moderatorin Yvonne Willicks eine Patin für diese Schuhaktion. Sie hat sich in der ersten Pressekonferenz zu der Aktion einen netten Spruch ausgedacht: "Prinzen, Papst und Poldi! Es wäre schön, wenn ich von denen die Schuhe bekommen würde." Mit den Prinzen sind die Karnevalsprinzen gemeint, von denen sich auch einige beteiligen. Bezüglich des Papstes hat sie die Aufgabe quasi an uns als katholischen Verband weitergeleitet und sich selber um den Rest gekümmert. Aus "Poldi" ist jetzt "Per" geworden, wie wir schon thematisiert haben. Zum Papst hatten wir auch Kontakte und er hat die Aktion schließlich mit unterstützt und seine Schuhe gespendet.

domradio.de: Wie erkenne ich denn am Samstag bei den vielen Touristen und Geschäfte-Bummlern wer in Sachen Kolpingtag unterwegs ist?

Otto Jacobs: Wir haben ja die Verbandsfarben Schwarz-Orange. Insbesondere das Orange als das Zeichen für die Lebensfreude wird man häufig in der Stadt sehen. Und alle unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekommen am Freitag noch ein besonderes Geschenk, was sie in der Stadt sicherlich tragen werden und was sich auch farblich noch einmal bemerkbar macht. Dazu möchte ich aber noch nicht zuviel verraten, denn es soll eine Überraschung sein und sie werden es am Freitag in der Lanxess-Arena in Köln überrecht bekommen.

domradio.de: Das dicke Programm hat tatsächlich 220 Seiten. Worauf freuen Sie sich davon besonders?

Otto Jacobs: Am spannendsten wird sicherlich die Begegnung mit unseren Leuten der Kolpingsfamilien sein. Wir haben den Kolpingtag auch ganz bewusst als Begegnungsmöglichkeit und großes Fest geplant. Die Begegnung mit den Menschen macht uns als Verband ja aus. Die Kolpingsfamilien aus ganz Deutschland kommen hier zusammen, treffen sich und wissen um ein gemeinsames Gedankengut. Wir freuen uns auf die Gespräche mit diesen Leuten. Und als Veranstaltungselement ist das Kolping-Musical am Samstagabend als Welturaufführung etwas Herausragendes. 

domradio.de: Wo findet das statt?

Otto Jacobs: In der Kölner Lanxess-Arena. Dort haben wir drei Tage komplett gebucht. Momentan sind wir noch dabei, aufzubauen. 

Das Interview führte Uta Vorbrodt

 

 

(dr)

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